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Altenburg Florian Neuschwander kommt zum Skatstadt-Marathon 2017 nach Altenburg
Region Altenburg Florian Neuschwander kommt zum Skatstadt-Marathon 2017 nach Altenburg
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11:54 22.09.2016
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Windischleuba

Lange haben Andreas Pautzsch und Helmut Nitschke das Publikum auf die Folter gespannt. Und selbst als die Zeit beim Sponsorentreff nach einer Dreiviertelstunde reif war für die Präsentation des Prominenten für den 9. Skatstadt-Marathon, ließ sich Nitschke noch nicht in die Karten schauen. „Es wird diesmal kein Olympiasieger“, sagte der Sprecher des Organisationsteams des Kanu- und Laufvereins (KLV) Altenburg-Windischleuba am Dienstagabend bei Möbel Schröter in Windischleuba. Der VIP-Gast 2017 halte weder etwas von Trainings-, noch von Ernährungsplänen, stehe nicht gern vor 9 Uhr auf, habe aber trotzdem 35 000 Facebook-Likes und eine Marathonbestzeit von 2:20 Stunden. „Er ist ein bunter Vogel der Lauf-Szene und einer der schnellsten Deutschen.“ Dann lüftete er das Geheimnis: Florian Neuschwander.

Daraufhin schauten sich die meisten der gut 50 Gäste verdutzt bis fragend an. Denn den Mann, dessen Markenzeichen schräge Basecaps und ein Oberlippenbart sind, kennen nur Insider. Vereinschef Pautzsch und Nitschke dürfen sich getrost als solche bezeichnen. Schließlich lief zum Beispiel der Skatstadt-Marathon-Sprecher erst vor zwei Wochen zusammen mit Neuschwander beim legendären Jungfrau-Marathon im schweizerischen Interlaken. Während der Lödlaer hier auf einem immerhin starken Platz 153 landete, wurde der 35-Jährige Vierter. Dass Neuschwander als Lauf-Exzentriker gilt, hat er neben seinem Aussehen und seinem Ansatz auch prägenden Sätzen zu verdanken. „Sprint ist mir zu stressig“, begründet er etwa seine Liebe für die Langstrecken. Höhepunkt seiner bereits 20-jährigen Lauf-Karriere war der Sieg beim TransRockies Run in den USA. Das sechstägige Mega-Rennen gewann der gebürtige Saarländer im Vorjahr als erster Deutscher überhaupt.

Nun wird Neuschwander den 9. Skatstadt-Marathon, der am 10. Juni 2017 stattfindet, eröffnen – und zwar mit einem Auftritt am Vorabend im Goldenen Pflug. Für Nitschke wäre es „sportlich sehr interessant“, wenn sich Neuschwander mit dem Leipziger Ausnahme-Läufer und Altenburger Dauersieger Vincent Hoyer messen würde. Denn Hoyer hält inzwischen alle Rekorde über die langen Strecken ab 13,3 Kilometer. Das ist auch der Grund, warum der Sympathieträger diesmal zum Gesicht des Skatstadt-Marathons auf allen Werbeträgern wird.

Als prominenter Gast des Altenburger Lauf-Events tritt Neuschwander in große Fußstapfen. Schließlich waren unter anderem schon Dieter Baumann, Waldemar Cierpinski, Jens Weißflog und Heike Drechsler am Start. Bezüglich der Doppel-Olympiasiegerin, die sich dieses Jahr die Ehre gab, sickerte am Rande des Treffs durch, dass sie eigentlich gar nicht laufen wollte. Noch am Vorabend führte sie Verletzungen ins Feld und soll gesagt haben, dass sie – wenn überhaupt – nicht so weit und nicht so bergig laufen wolle. Eine Strecke ohne Hügel gebe es aber nicht, antworteten die Organisatoren und überzeugten die 51-Jährige mit Engelszungen für die 13,3 Kilometer. Das merkte man Heike Drechsler aber zu keiner Zeit an.

Ähnlich professionell geht es bei den Machern des Skatstadt-Marathons zu. „Wir wachsen gegen den Trend“, sagte Pautzsch stolz. „Viele andere Läufe haben mit Teilnehmerrückgängen zu kämpfen.“ Neben treuen Läufern, die immer neue mitbringen, freue man sich ganz besonders über die vielen Kinder und Jugendlichen, die zunehmend auf längere Strecken umsteigen. Mit erstmals mehr als 2000 (exakt 2004) hatten sie dieses Jahr entscheidenden Anteil am neuerlichen Melderekord von 3788 Startern.

Von Thomas Haegeler

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