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Altenburg Floriansjünger haben Grund zum Feiern
Region Altenburg Floriansjünger haben Grund zum Feiern
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13:11 14.04.2019
Thüringens Innenminister Georg Maier (r.) freut sich Kreisfeuerwehrchef Andreas Hofmann und Bürgermeister Hendrik Läbe (l.) in Nobitz über das Jubiläum. Quelle: Mario Jahn
Nobitz

Feuerwehrleute sind nicht nur da, um zu helfen, wenn andere Menschen oder Sachwerte in Gefahr sind. Sie verstehend es auch zu feiern. Der Anlass am Sonnabend war auch bedeutsam genug für eine große Festveranstaltung mitsamt anschließendem Feuerwehrball in der Nobitzer Mehrzweckhalle. Fast auf den Tag genau vor 25 Jahren, konkret am 14. April 1994, wurde nach der erfolgten Fusion der Kreise Altenburg und Schmölln zum Altenburger Land auch der aus dem Altenburger und Schmöllner hervorgegangene Kreisfeuerwehrverband Altenburger Land aus der Taufe gehoben.

Grußworte vom Innenminister

Ein Verband mit einigem Gewicht. Immerhin vertritt er unter anderem die Interessen aller aktiven sowie nichtaktiven Feuerwehrleute der Mitgliedswehren im Kreis gegenüber der Politik und den Institutionen – aktuell im Kreis 2601 Frauen, Männer sowie Jugendliche und Kinder ab sechs Jahren. Kein Wunder war es deshalb, dass sich in die große Schar der Gratulanten auch Thüringens Minister für Inneres und Kommunales, Georg Maier, einreihte. Der Feuerwehrverband leiste unter anderem auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendarbeit hervorragendes. „Exemplarisch möchte ich an dieser Stelle nur auf das Sommerlager verweisen, dass als Abschluss des Ausbildungsjahres regelmäßig in Pahna stattfindet“, so der Innenminister in der fast bis auf den letzten Platz gefüllten Mehrzweckhalle als einer von vielen Laudatoren.

Viele Geschichten

Ein Vierteljahrhundert – da können auch viele Geschichten erzählt werden. Und die fehlten auch in Nobitz nicht, als schlaglichtartig diese Chronik vor den Gästen nochmals ausgebreitet wurde und die ihren Anfang an jenem 14. April 1994 im Saal vom einstigen Hotel „Europäischer Hof“ nahm. Damals wurde Karsten Schalla von der Freiwilligen Feuerwehr Schmölln zum ersten Kreisvorsitzenden des frisch fusionierten Verbandes gewählt und bekleidete das Amt für die folgenden zwei Jahre. Ihm folgten Gerhard Schreiber, Uwe Kaphahn und jetzt Andreas Hofmann.

„1994 war diese Vereinigung der beiden bis dahin bestehenden Verbände in Altenburg und Schmölln nach der Kreisreform ein sehr zügiger und eigentlich gelungener Prozess. Und die Prämissen lagen schon vor 25 Jahren unter anderem auf der Kinder-und Jugendarbeit. Wie erfolgreich das bis heute funktioniert, zeigen doch die Ergebnisse und auch die Tatsache, dass die Mitgliederzahlen steigen“, so Schalla. Aber schon damals wurden auch für weitere Aktionen des Verbandes die entscheidenden Impulse gegeben, beispielsweise auch für die Treffen der Alters- und Ehrenkameraden sowie der Frauen.

Nachwuchsgewinnung bleibt Hauptaufgabe

Aber die Nachwuchsgewinnung für die Einsatzabteilungen bleibt nach wie vor die Hauptaufgabe des Verbandes. Ein Markenzeichen dabei sind die jährlichen Sommerlager, die einst am Turm der Jugend im Altenburger Stadtwald mit 116 Mädchen und Jungen begannen und auf zuletzt rund 400 Teilnehmer in Pahna wuchsen. Zweifelsohne ein Höhepunkt in der Verbandsarbeit. Aber derer gab es noch einige mehr. So wurde 2006 unter der Regie des Verbandes auf dem Feuerwehrsportplatz in Burkersdorf ein Steigerturm errichtet und damit ideale Bedingungen für den Feuerwehrsport geschaffen. Und zwei Burkersdorfer qualifizierten sich auch für die Feuerwehr-Olympiade und holten vordere Plätze sowie sogar Meisterehren bei Deutschen Meisterschaften.

Hohe Ehrungen

Andreas Hofmann, der aktuelle Vorsitzende des Verbandes, ließ es sich deshalb nicht nehmen, ein generelles Fazit zu ziehen und entsprechende Auszeichnungen zu verleihen: „Ich bin fest überzeugt, dass unser Verband auch in den kommenden Jahren eine gute Entwicklung nehmen wird“, meinte er. In der Gemeinschaft konnte in Nobitz zudem der Wilchwitzer Feuerwehrverein als neues Mitglied begrüßt werden.

Außerdem erhielt der zweite Verbandsvorsitzende Steffen Höntsch die Medaille „Für hervorragende Verdienst im Brandschutz“, René Hartmann von der Feuerwehr Göhren wurde für sein Engagement als Inhaber eines Fleischereigeschäftes für sein Engagement für den Verband mit der Ehrenmitgliedschaft geehrt. Und der Nobitzer Bürgermeister Hendrik Läbe erhielt wegen seiner vielseitigen Unterstützung des Verbandes sogar das „Große Goldene Verdienstkreuz des Kreisfeuerwehrverbandes Altenburger Land“. Diese Auszeichnung wurde am Wochenende zum ersten Mal verliehen. Läbe habe sich zum Beispiel für ein Ersatzfahrzeug für die Feuerwehr Ziegelheim stark gemacht, begründete Andreas Hofmann. „Das war zum damaligen Zeitpunkt Hilfe über Gemeindegrenzen hinaus.“

Von Jörg Wolf

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