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Flüchtlinge im Altenburger Land: Wohnraum reicht nur noch bis März

Asylpolitik Flüchtlinge im Altenburger Land: Wohnraum reicht nur noch bis März

Im Altenburger Land werden die Wohnungen für Flüchtlinge knapp. Hält der Zuzug an, reichen sie noch bis Ende März, womit dann zur Container-Lösungen gegriffen oder Turnhallen geschlossen werden müssten. Auf einer internen Bürgermeister-Beratung im Landratsamt wurde erneut scharf kritisiert, dass Altenburg nach wie vor die Hauptlast bei der Unterbringung trägt.

Für Flüchtlinge wird im Altenburger Land der Wohnraum knapp. (Symbolfoto)

Quelle: dpa-Zentralbild

Altenburg. Für die weitere Unterbringung von Flüchtlingen könnten bald die vom Kreis bislang angemieteten Wohnungen knapp werden. Das wurde in dieser Woche auf einer vertraulichen Sitzung von Vertretern des Landratsamtes mit Bürgermeistern und Chefs der Verwaltungsgemeinschaften deutlich. Wenn der Zuzug in der momentane Größenordnung anhält, reichen die Unterkünfte nur noch zwei bis drei Monate, hieß es. Nicht eingerechnet dabei sind jene Angebote aus den Gemeinden oder privaten Vermietern, die von den Mitarbeitern des Landratsamtes noch nicht gesichtet und ausgestattet sind.

Landrätin Michaele Sojka (Linke) hatte zur Sitzung bei einer Wohnungsnot erneut eine Containerlösung und als letztes Mittel die Nutzung von Turnhallen ins Spiel gebracht. Beides sei aber nicht gewollt, sagte sie. Deshalb ging erneut der Appell an alle Gemeinden, bei der Wohnungssuche nicht nachzulassen. Das schließe auch die Suche nach weiteren Gemeinschaftsunterkünften ein.

Prognose: Kreis muss 4000 Flüchtlinge unterbringen

Den neuesten Prognosen zufolge müsste der Landkreis bis Jahresende 4000 Asylbewerber unterbringen. Im Moment sind es etwa 1200. Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) und sein Gößnitzer Amtskollege Wolfgang Scholz (Initiative Städtebund) machten erneut auf das Ungleichgewicht bei der Unterbringung der Flüchtlinge zu Lasten der Skatstadt deutlich und forderten die anderen Regionen auf, dieser Diskrepanz nicht weiter zu verschärfen.

Scholz sprach sich gegenüber dieser Zeitung dafür für neue Wege aus, die bei der Wohnungssuche beschritten werden müssten. Dies betreffe zum Beispiel die Sanierung von heruntergekommenen Häusern, wofür jedoch Geld bereitgestellt werden müsste, und das auch für Privatbesitzer. In seiner Stadt gebe es solche Gebäude, aber eben keine kommunalen Wohnungen, die man Flüchtlingen anbieten könne.

Von Jens Rosenkranz

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