Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Altenburg Flüchtlinge im Altenburger Land: Wohnraum reicht nur noch bis März
Region Altenburg Flüchtlinge im Altenburger Land: Wohnraum reicht nur noch bis März
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:00 08.01.2016
Für Flüchtlinge wird im Altenburger Land der Wohnraum knapp. (Symbolfoto) Quelle: dpa-Zentralbild
Anzeige
Altenburg

Für die weitere Unterbringung von Flüchtlingen könnten bald die vom Kreis bislang angemieteten Wohnungen knapp werden. Das wurde in dieser Woche auf einer vertraulichen Sitzung von Vertretern des Landratsamtes mit Bürgermeistern und Chefs der Verwaltungsgemeinschaften deutlich. Wenn der Zuzug in der momentane Größenordnung anhält, reichen die Unterkünfte nur noch zwei bis drei Monate, hieß es. Nicht eingerechnet dabei sind jene Angebote aus den Gemeinden oder privaten Vermietern, die von den Mitarbeitern des Landratsamtes noch nicht gesichtet und ausgestattet sind.

Landrätin Michaele Sojka (Linke) hatte zur Sitzung bei einer Wohnungsnot erneut eine Containerlösung und als letztes Mittel die Nutzung von Turnhallen ins Spiel gebracht. Beides sei aber nicht gewollt, sagte sie. Deshalb ging erneut der Appell an alle Gemeinden, bei der Wohnungssuche nicht nachzulassen. Das schließe auch die Suche nach weiteren Gemeinschaftsunterkünften ein.

Prognose: Kreis muss 4000 Flüchtlinge unterbringen

Den neuesten Prognosen zufolge müsste der Landkreis bis Jahresende 4000 Asylbewerber unterbringen. Im Moment sind es etwa 1200. Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) und sein Gößnitzer Amtskollege Wolfgang Scholz (Initiative Städtebund) machten erneut auf das Ungleichgewicht bei der Unterbringung der Flüchtlinge zu Lasten der Skatstadt deutlich und forderten die anderen Regionen auf, dieser Diskrepanz nicht weiter zu verschärfen.

Scholz sprach sich gegenüber dieser Zeitung dafür für neue Wege aus, die bei der Wohnungssuche beschritten werden müssten. Dies betreffe zum Beispiel die Sanierung von heruntergekommenen Häusern, wofür jedoch Geld bereitgestellt werden müsste, und das auch für Privatbesitzer. In seiner Stadt gebe es solche Gebäude, aber eben keine kommunalen Wohnungen, die man Flüchtlingen anbieten könne.

Von Jens Rosenkranz

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Unter dem Motto „natürlich Thüringen“ will sich das Land mit 35 Ausstellern zur 81. Internationalen Grünen Woche in Berlin präsentieren. Auf der weltgrößten Messe für Nahrungs- und Genussmittel wird auch das Altenburger Land dabei sein – diesmal steht es im Mittelpunkt der Thüringen-Präsentation.

08.01.2016

Der Altenburger Frank S. muss fast zwei Jahre ins Gefängnis. Dazu verurteilte den Ex-Wirt das Amtsgericht, weil er seiner Frau nach einem Streit im Suff mit einer Flasche schwer verletzt hat. Deswegen ist sie heute entstellt, sieht auf dem einen Auge nur noch die Hälfte – und hält doch zu ihrem Mann.

08.01.2016

Die Querelen dauern an: Das Lindenau-Museum soll nach dem Willen seines Trägers einen neuen Leiter bekommen – und die bisherige Direktorin Julia M. Nauhaus im Sommer ihren Hut nehmen. Das stößt nun auch auf Kritik beim Museumsverband und Kulturrat in Thüringen.

08.01.2016
Anzeige