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Altenburg Flüchtlinge in Altenburg: Trödeln für den guten Zweck
Region Altenburg Flüchtlinge in Altenburg: Trödeln für den guten Zweck
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10:13 19.10.2015
Beim Trödeln Gutes tun, das war für Madlen Berthold (2.v. l.) und Juliane Heidenreichen (r.) Motivation und Grund genug, um beim ersten Flohmarkt im Paul-Gustavus Haus einen Stand aufzubauen. Quelle: Jörg Reuter
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"Wir sind auf die Idee gekommen, weil ein großer Teil unserer Einrichtung geschenkter Trödel ist, ich glaube außer der Kaffeemaschine und der Küche haben wir nichts gekauft", erzählte Constanze Böhme. Dazu sei gekommen, dass einige der rund 30 Vereinsmitglieder den Wunsch äußerten, übrige Kleidung, Spiele und dergleichen verkaufen zu wollen. "So hat das eine das andere ergeben", plauderte das Vereinsvorstandsmitglied, während die ersten interessierten Kunden kurz nach 15 Uhr die Stände unsicher machten.

Der Gedanke, den Flohmarkt mit einer Spendenaktion zu verbinden, war für den Verein dann so etwas wie eine logische Schlussfolgerung. "Wir sind ja selbst auf Spenden angewiesen und haben schon viel Hilfe erfahren. Nun wollten wir den Spieß einmal umdrehen", so Constanze Böhme. Am Ende kamen rund 200 Euro für den neu gegründeten Futura e.V. zusammen, der sich zukünftig mit um die Belange der Flüchtlinge in Altenburg kümmern wird.

Die Summe setzt sich aus den Standmieten sowie Spenden der Käufer und Verkäufer zusammen. 200 Euro sind angesichts von lediglich sieben Ständen mit dem typischen Krimskrams eines Flohmarktes von der Sammeltasse über gebrauchte Kleidung bis hin zu Schallplatten und CDs eine beachtliche Summe. "Es ist sehr gut gelaufen, und die Händler sind richtig viel losgeworden", zog Constanze Böhme gestern zufrieden Bilanz. Bereits Tags zuvor zeichnete sich kurz nach dem Start der Erfolg ab.

Sie wollen gern etwas für den guten Zweck tun und ein wenig Platz in ihren Kleiderschränken schaffen, erzählten Madlen Berthold und Juliane Heidenreichen. Und was gebe es da Schöneres, als bei guter Musik und Tee hinter einem Flohmarktstand zu stehen. "Das macht ja auch mehr Spaß, als alles immer nur über das Internet zu verkaufen. Hier ist es persönlicher, und es kann probiert und gefühlt werden", meinte Juliane Heidenreichen gut gelaunt.

Die Kundschaft ließ sich nicht zweimal bitten. Es wurde begutachtet und um Schnäppchenpreise gefeilscht. "Ich habe nicht mehr alle Tassen im Schrank, deshalb habe ich mir hier welche gekauft", scherzte Karin Pulz angesteckt von der guten Stimmung. Sie fand die Idee, einen Flohmarkt in der Stadt zu veranstalten, super. "Schade nur, dass es so etwas so selten hier gibt."

Dem konnte Ines Rolle nur zustimmen. In ihrem Hausrat fanden sich Bücher, Nippes, brauchbare Kleidung und alter Weihnachtsschmuck. "Weil es für einen guten Zweck ist, dachte ich, ich mache mit", erzählte sie.

Vom Erfolg angespornt plant der Verein nun, den Trödelmarkt regelmäßig zu wiederholen. Halbjährlich, kündigte Constanze Böhme an und wünscht sich fürs nächste Mal ein paar Händler mehr.

Jörg Reuter

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