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Flugplatz in Flammen - eine Premiere mit einigen Mankos

Veranstaltung Flugplatz in Flammen - eine Premiere mit einigen Mankos

Das hat es selbst zu den Hochzeiten des Altenburg-Nobitzer Airports nicht gegeben: Menschenmassen wälzten sich am Sonnabendnachmittag und in den Abendstunden auf den Zufahrtsstraßen per pedes oder mit dem Auto gen Terminal.

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Viel genutztes Angebot - Mitfahren in den großen Löschfahrzeugen des Flughafens.

Quelle: Mario Jahn

Nobitz. Der vorgesehene Parkplatz war schon in den Nachmittagsstunden restlos voll - auch an den Straßenrändern war Auto an Auto geparkt. "Flugplatz in Flammen" hieß das Ereignis, dass die Massen mit drei Feuerwerken im nächtlichen Himmel über Nobitz so elektrisierte. Wohl auch, weil viele ähnliche Spektakel aus Leipzig oder Gera kennen und zu schätzen wissen.

In Nobitz gab es erstmals solch ein atemberaubendes Schauspiel aus Feuerwerk, Lasershow, Ballonglühen und Party. "Wir haben uns damit einen schon seit Jahren gehegten Traum erfüllt", sagte Katrin Beyer-Schwarz. Die Rositzerin hatte für die Ausrichtung eigens mit ihrem guten Freund Thomas Fechteler, seit 16 Jahren professioneller Pyrotechniker, für die Organisation ein kleines Unternehmen gegründet. "Für uns ist das auch eine Premiere."

Angesichts der schon am frühen Abend völlig belegten Parkmöglichkeiten sowie der nicht abreißen wollenden Schlange der am Einlass Wartenden zeigte sich eines eindrucksvoll: Die beiden Macher und ihre Unterstützer hatten den Nerv der Leute getroffen. Doch die beiden wurden von dem immensen Andrang regelrecht überrollt.

Was dann leider zu einigem Unmut führte. Denn vor allem die Versorgung hing angesichts der Menschenmassen völlig durch. Wartezeiten von einer Stunde oder mehr auf ein Steak oder eine Bratwurst waren an der Tagesordnung. "Wir haben zwar mit einem guten Zuspruch gerechnet, was schon die rund 2000 im Vorverkauf abgesetzten Tickets ahnen ließen. Aber nicht mit so einem Run", sagte Katrin Beyer-Schwarz im Vorübereilen. Mit Hochdruck versuchten die Organisatoren und Helfer den Versorgungsnotstand zumindest abzumildern, was allerdings nur leidlich gelang.

Trotzdem war die Stimmung auf dem riesigen Areal überwiegend gut. Denn auch das Rahmenprogramm hatte einiges zu bieten. Da konnten die Besucher Rundflüge per Flugzeug oder Helikopter buchen, mit der Flugplatzfeuerwehr rasante Fahrten wagen oder dem abendlichen Ballonglühen zuschauen, für das zwölf Heißluftballone auf dem Vorfeld festgezurrt waren. Allerdings geschah dies ohne musikalische Untermalung oder gar Choreografie, wie andernorts oftmals üblich. Und auch die Lasershow verdiente eigentlich ihren Namen nicht.

Aber die Zuschauer, einige tausend dürften es allein auf dem Flugplatzareal zu fortgeschrittener Stunde gewesen sein, wollten vor allem die drei angekündigten Feuerwerke sehen. Was übrigens auch für Hunderte weiterer Zaungäste galt, die mit ihren Autos bis nach Klausa an den Straßenrändern parkten, um einen Blick auf das Feuerspektakel zu erhaschen.

Und das Spektakel in drei Durchgängen hielt, was versprochen war. "Wow", entfuhr es vielen Gästen angesichts der krachenden Feuerfontänen, die in den Nachthimmel zischten und vor allem mit der letzten Runde ein bemerkenswertes Finale erlebten.

Der Nobitzer Bürgermeister Hendrik Läbe (SPD) hat es erlebt und bestätigte auch die Mankos. Aber: "Alles in allem war das eine gelungene Sache, eine Premiere, die ausgebaut werden kann." Auch die Gemeinde müsse selbst einiges ändern, beispielsweise für eine bessere Beleuchtung auf den Zuwegungen sorgen, so Läbe selbstkritisch.

Katrin Beyer-Schwarz und Thomas Fechteler waren gestern intensiv mit den Aufräumarbeiten beschäftigt. "Naja, wir wurden halt überrollt", meinte Beyer-Schwarz und dachte lange über ein Fazit nach. "Aber eigentlich war es ein Erfolg, obwohl man diese Mängel nicht wegreden kann. Aber das war unsere erste Veranstaltung und wir werden auf jeden Fall daran arbeiten", versprach sie.

Jörg Wolf

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