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Altenburg Flugplatz öffnet sich für private Investoren
Region Altenburg Flugplatz öffnet sich für private Investoren
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18:44 05.05.2014

Der Aufsichtsrat stimmte dem Vorhaben bereits zu, ein positives Echo kam auch vom Landesverwaltungsamt Weimar. Lediglich Mitgesellschafter Thüsac ließ über eine bayerische Anwaltskanzlei Bedenken äußern.

"Eine Satzungsänderung ist zwingend erforderlich, damit die Rechte der kommunalen Gesellschafter auch weiterhin gewahrt bleiben", heißt es in dem von Landrätin Michaele Sojka (Linke) vorgelegten Beschlussentwurf. Aktuell hält der Landkreis 60 Prozent der Anteile, die Gemeinde Nobitz fünf und die Thüsac drei Prozent.

Die übrigen 32 Prozent gehören der Flugplatzgesellschaft aber inzwischen selbst, was vor allem ein Ergebnis des über Jahre hinweg erfolgten Ausstiegs früherer Gesellschafter ist. Ursprünglich waren sogar einmal die Industrie- und Handelskammern Gera und Chemnitz, mehrere sächsische Landkreise und natürlich auch die Stadt Altenburg Mitbesitzer des Nobitzer Flugplatzes.

Vor allem diese "freien" Anteile sollen künftig auch privaten Interessenten angeboten werden können. Dadurch käme erstens frisches Geld in die Airport-Kasse und zweitens würden sich auch die immer noch nötigen Nachschüsse zur Deckung der Defizite aus dem laufenden Betrieb für alle Eigentümer verringern, insbesondere für den Landkreis und seinen klammen Kreishaushalt.

Schon 2011 hatte einmal ein privaten Investor ernsthafte Kaufabsichten geäußert, und damals wurde auch die Satzungsänderung in Auftrag gegeben. Fertiggestellt hat sie jetzt die neue Kanzlei Petersen-Hardrath aus Dresden, mit der die Flugplatzgesellschaft zusammenarbeitet, seit sie die langjährige Kooperation mit der Altenburger Kanzlei Büring-Reger-Bierwisch-Dietrich wegen möglicher Schadenersatzansprüche im Fördermittel- Prozess beendete (OVZ berichtete). Ein wenig drängte mittlerweile auch die Zeit, ein Unternehmen aus dem Landkreis soll nach Informationen unserer Zeitung höchst interessiert sein, Flugplatz-Anteile zu erwerben.

Das Landesverwaltungsamt signalisierte inzwischen sein Einverständnis mit den geplanten Vertragsänderungen und erinnerte bei dieser Gelegenheit gleich noch einmal an seine inzwischen 20 Jahre alte Empfehlung, der Landkreis solle bestrebt sein, weitere, vorrangig private Gesellschafter aufzunehmen.

Bedenken kamen überraschenderweise nur von der Thüsac. Die besitzt zwar nur drei Prozent des Airports, ist aber mit der Geschäftsbesorgung für die auf ein Personalminimum reduzierte Gesellschaft betraut. Nach OVZ-Informationen soll extra eine bayerische Anwaltskanzlei engagiert worden sein, die Vertragsänderungen formulierte. Auf wessen Veranlassung dies erfolgte, ist unklar. Die Thüsac lehnte gestern eine Stellung- nahme ab.

Günter Neumann

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