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Altenburg Flugwelt Nobitz startet in die 14. Saison
Region Altenburg Flugwelt Nobitz startet in die 14. Saison
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09:06 29.03.2018
Ab Karfreitag geht das Museum in seine 14. Saison. Die Ausstellung rund um die Fliegerei ist wieder etwas erweitert worden. An den Wochenenden und feiertags ist von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Quelle: Museum
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Nobitz

Beim Team vom Museum Flugwelt am Rand des Nobitzer Flugplatzes laufen derzeit die Vorbereitungen für den Start in die 14. Ausstellungssaison auf Hochtouren. Ab Ostern steht das erstmals 2005 eröffnete Museum, das als das einzige zum Thema Luftfahrt in ganz Thüringen gilt, wieder regelmäßig für die Besucher offen.

„In der Winterpause haben wir beispielsweise den Sanitärbereich komplett erneuert. Dann begann die Umgestaltung unseres größten Raumes. Hier soll ab 2019 eine umfangreiche Ausstellung zum Thema Zivilfliegerei beheimatet sein. Bis dahin wollen wir den Raum im Laufe des Jahres für Sonderausstellungen nutzen“, sagt Andy Drabek vom Trägerverein.

Ansonsten habe man in Sachen Ausstellungsfundus diesmal nichts erweitert. Aber inhaltlich habe man die Schauen weiter entwickelt und ergänzt. Darunter ist ganz neu eine einmalige Sammlung von Handarbeitsmodellen der Zivilluftfahrt, die Walter Nitschke in den Jahren 1952 bis 2015 aus Holz schuf. „Darunter befinden sich auch viele absolute Raritäten aus allen Epochen des Flugwesens, die der 2017 verstorbene Nitschke schuf. Wir freuen uns jetzt, dass wir rund 350 dieser einzigartigen Modelle als Leihgabe präsentieren können“, so Drabek.

Die Exponate füllen auch teilweise jene Lücken auf, die durch einen Einbruch und Diebstahl im vergangenen Herbst gerissen worden sind. Damals nahmen Unbekannte Exponate mit, die einen fünfstelligen Gegenwert haben. Der ist mittlerweile glücklicherweise durch die Versicherungen beglichen worden. Dass man irgendeine dieser Raritäten einmal wieder sieht, glaubt Drabek nicht. „Die Ermittlungen sind durch die Polizei eingestellt, ein möglicher Tatverdächtiger mitsamt Fahrzeug seither spurlos von der Bildfläche verschwunden.“ Die Sicherungseinrichtungen des Museums seien nach dem Bruch drastisch verschärft worden.

In dem jetzt beräumten und vorgerichteten großen Raum im hinteren Museumsbereich sollen in diesem Jahr wieder drei Sonderschauen mit interessanten Themen zu sehen sein. Einerseits soll es sich um Feuerwehrfahrzeuge aller Art als Modelle drehen, eine weitere Ausstellung widmet sich dem Segelflug hier in der Region und eine dritte Schau befasst sich mit der Raumfahrt.

Gerade für letztere konnten die Flugweltler einen besonderen Schatz bergen. Denn wie auch andernorts in der einstigen DDR gab es am ehemaligen Altenburger Pionierhaus eine Arbeitsgemeinschaft „Junger Kosmonauten“, die im Zuge der allgemein herrschenden Euphorie rund um den Flug des ersten Deutschen in All, Sigmund Jähn, ab 1978 herrschte. „Zu der Arbeitsgemeinschaft existiert noch eine umfangreiche Dokumentation. Zudem stehen wir in Kontakt mit dem Kosmonautenmuseum Morgenröthe-Rautenkranz, dem Geburtsort von Sigmund Jähn. Wir versuchen, ihn zur Ausstellungseröffnung nach Nobitz zu holen“, kündigt Drabek an.

Was in der kommenden Saison ebenso wenig fehlen wird, ist das Sommerfest, verbunden mit einer Oldtimerschau und allerlei anderer Unterhaltung am 8. Juli. „Das war im Vorjahr ein absoluter Erfolg, sodass wir daran weiter anknüpfen wollen.“

Vorerst aber dürfen sich Fans des Flugwesens auf den Karfreitag freuen. Ab da ist das Museum wieder an den Wochenenden und an Feiertagen von 10 bis 17 Uhr bis in den Herbst geöffnet. „Wir hoffen, dass wieder so viele Gäste vorbei schauen wie im Vorjahr.“ Da waren es knapp 5000 aus ganz Mitteldeutschland und darüber hinaus.

Von Jörg Wolf

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