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Altenburg Flugzeugsammler starten Saison
Region Altenburg Flugzeugsammler starten Saison
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17:44 04.04.2014

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"Momentan haben wir hier recht viel zu tun", sagt der stellvertretende Vorsitzende Frank Modalek. Zum einen nutzen die Vereinsmitglieder das schöne Wetter, um die Außenanlage herzurichten. Immerhin müssen sich die derzeit rund 30 Flugweltler um etwa 2,5 Hektar Wiese kümmern. Und zum anderen ist an den ausgestellten Flugzeugen immer etwas zu sanieren. "Unser Ziel ist, in diesem Jahr sowohl den Hubschrauber, ein russischer Mi 2, als auch den Starfighter mit frischer Farbe zu versehen", sagt Modalek und legt eine Pause bei der Grünflächenpflege ein.

Am Hubschrauber kratzt er ein paar Lackreste ab. "Frische Farbe ist an dem guten Stück bitter nötig, aber es ist eine Heidenarbeit, denn den alten Anstrich müssen wir erst aufwendig abbeizen, damit die neue Farbe hält." Dabei schaut Modalek nicht nachdenklich, sondern strahlt übers ganze Gesicht. Auch nach zehn Jahren Flugwelt ist bei ihm die Begeisterung für die Maschinen und den Flugplatz ungebrochen. "Das ist doch einfach schön", meint er beim Blick zu den inzwischen zwei MiG 21.

"Die MiG 21 SMT ist unser neuestes Stück", erklärt Vereinschef Dirk Sylvester. Obgleich neu nicht ganz zutrifft. Denn in der Altenburger Region ist der Jet ein alter Bekannter. Zu DDR-Zeiten und bis in die 2000er war er als Denkmal im Kasernenbereich der hier stationierten Sowjetarmee installiert. Später stand er auf dem Flugplatz, dem der Oldtimer auch gehörte. "Mit Unterstützung der Sparkasse war es uns jetzt möglich, die SMT zu erwerben", so Sylvester. Die 1971 in Gorki gebaute MiG-21 ist die einzige ihrer Art, die noch in Deutschland existiert. Das Besondere an ihr ist, sie war einst für den Transport von Atombomben umgebaut worden.

Highlight in den sieben Ausstellungsräumen im Museum ist auch in dieser Saison die erst im vergangenen Jahr geschaffene Schau zum 100-jährigen Jubiläum des Airports. "Seit Sommer vergangenen Jahres haben uns zahlreiche Familien besucht, die zu DDR- beziehungsweise Sowjet-Zeiten hier stationiert waren. Das ist immer sehr rührend, denn gerade für die Kinder, die hier geboren wurden, war der Leinawald eine Zeit lang ihre Heimat", erzählt Modalek.

Ab heute gelten nun wieder Sommeröffnungszeiten im Museum. "Selbst gebackenen Kuchen und Kaffee gibt es natürlich wie immer im Museumscafé." Wie Modalek ankündigt, gibt es aber erst zu Ostern Roster vom Grill, dem traditionellen Termin des Saisonstarts. "Aber weil Ostern dieses Jahr so spät und das Wetter so schön ist, haben wir den Termin vorgezogen."

Eine richtig große Party ist für den 6. Juli angesetzt. Dann ist Sommerfest mit zahlreichen Attraktionen in aller Art. Stattfinden wird es auf dem neuen Areal gegenüber dem Museumseingang. Bereits vor einiger Zeit hatte der Verein das Areal erworben. Nun ist ein Zaun darum und die Vereinsmitglieder haben begonnen, die Fläche herzurichten. Auf ihr sollen zukünftig weitere Ausstellungsstücke, die der Sammlung hinzugefügt werden, ihren Platz finden. "Noch ist nichts spruchreif", beugt Modalek jeder Nachfrage bezüglich anvisierter Exponate vor.

Ungeachtet dessen steht das erste Flugzeug bereits auf der Fläche, der Starfighter. An dessen Restauration arbeiten einige Vereinsmitglieder gerade. Und wieder hat Modalek dieses Leuchten in den Augen. "Ein bisschen verrückt muss man schon sein für so ein Hobby, aber es macht unheimlich viel Spaß", meint er und fügt an: "Das kann ich jedem nur empfehlen und wir freuen uns über jeden, der Interesse hat, im Verein mitzuwirken. Denn Verstärkung gerade von jüngeren Leuten könnten wir gut gebrauchen."

iÖffnungszeiten: Samstag, Sonntag und feiertags von 10 bis 17 Uhr, wochentags von 9 bis 14 Uhr sowie nach Vereinbarung; Adresse: Flugwelt Altenburg-Nobitz, Am Flughafen 3; Tel. 03447 515033; Internet: www.fwan.net

Jörg Reuter

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