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Flyer wirbt für Ansiedlungen auf Industriepark am Leipzig-Altenburg Airport

Nobitz startet Offensive zur Ankurbelung der Wirtschaft Flyer wirbt für Ansiedlungen auf Industriepark am Leipzig-Altenburg Airport

Nobitz stellt eine neue Werbestrategie mit ungewohnten Ansätzen vor. Dazu zählt unter anderem ein „sprechender“ Flyer, der Unternehmen die Vorzüge einer Ansiedlung auf dem 70 Hektar großen Gewerbe-Park Nobitz empfiehlt. Ebenso gehört dazu ein Online-Firmenverzeichnis, das die Firmen der Kommune untereinander vernetzen soll.

Noch viel grüne Wiese frei: Bis jetzt sind nur wenige Unternahmen auf dem Industriepark am Flugplatz Nobis tätig.

Quelle: Mario Jahn

Nobitz. In der Gemeinde Nobitz befindet sich mit dem Industriepark am Flugplatz die größte Gewerbefläche des Kreises. Fast 70 Hektar umfasst das Areal, in das bis jetzt rund 17 Millionen Euro gesteckt worden. Doch nach wie vor ist es weitgehend ungenutzt. Nachdem in den vergangenen Jahren vom Eigentümer, der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen (LEG), ein neuer Bebauungsplan erarbeitet wurde (die OVZ berichtete), gehen nun die Gemeinde und LEG die Vermarktung offensiv und innovativ an.

Zwar wird in Nobitz das Rad nicht neu erfunden, doch die kürzlich vorgestellte Strategie wartet mit ungewohnten Ansätzen auf. Dazu zählt unter anderem ein „sprechender“ Flyer für den Gewerbe-Park Nobitz. Per QR-Code erklären Bürgermeister Hendrik Läbe (SPD) und Wirtschaftsförderer Hartmut Brühl auf dem Smartphon die Vorzüge des großen Industriegebiets am Flughafen und werben für Ansiedlungen – unter anderem mit der Bereitschaft, Baugenehmigungen schnell zu erteilen. Die Vorzüge des Gewerbegebietes mit direkter Anbindung an einen Flugplatz werden auch die neuen Schilder hervorheben, die in den kommenden Monaten entlang der Bundesstraßen im Gemeindegebiet aufgestellt werden.

Mit den Geldern aus dem Regionalbudget konnte 2015 die Werbestrategie neu und professionell erarbeitet werden. Dazu gehört auch das alles verbindende GPN-Logo der Gemeinde – GPN stehet für Gewerbe-Park Nobitz und soll – englisch ausgesprochen – an das Satellitennavigationssystem GPS erinnern. Ebenso gehört dazu ein Online-Firmenverzeichnis. Alles zusammen wurde offiziell neben anderen Themen jüngst beim ersten Unternehmergespräch in Nobitz vorgestellt.

Sinn des Treffens sei es aber in erster Linie nicht, den Unternehmern einen schönen Abend zu bereiten, betont Läbe. Das sei nur Mittel zum Zweck, um eine Vernetzung der ortsansässigen Betriebe untereinander und mit der Gemeinde zu schaffen, erklärt der Wirtschaftsförderer. „Oft ist es doch so, dass Unternehmen überhaupt nicht wissen, wer in der unmittelbaren Nachbarschaft tätig ist“, erläutert er. Also wenn beispielsweise eine Firma für Reparaturen einen Schmied braucht, beginnt nicht selten das große Suchen. „Dabei liegt häufig das Gute ganz nah“, sagt Brühl und verweist auf das neue Firmenverzeichnis.

Dies zielt nämlich genau wie das Unternehmergespräch auf eine Vernetzung der Nobitzer Wirtschaft ab, für die die Gemeinde nun die Ramenbedingungen geschaffen hat. In dieses Online-Firmenverzeichnis – erreichbar über die Gemeinde-Homepage per Klick auf das GPN-Logo – können sich ab sofort die Gewerbe der Gemeinde kostenlos eintragen und auf ihre Angebote und Dienstleistungen aufmerksam machen. Die Idee ist, dass so peu á peu ein Netzwerk entsteht, von dem alle Gewerbetreibenden profitieren und die Wirtschaft dadurch neue Impulse erfährt. Bis jetzt haben davon sechs Firmen Gebrauch gemacht. „Ganz klar, dafür müssen wir intensiv werben, auch wenn es kostenlos ist“, erklärt Brühl.

Der Startschuss für diesen Service fiel beim Unternehmergespräch. Knapp 50 Firmenvertreter nutzten den Abend, um sich in entspannter Runde gegenseitig kennenzulernen und mit der Verwaltung ins Gespräch zu kommen. Angesichts von über 400 in der Gemeinde angemeldeten Gewerben zwar eine überschaubare Teilnehmerzahl, trotzdem sind Bürgermeister und Wirtschaftsförderer zufrieden mit der Premiere. Brühl: „Es war ein Querschnitt aller möglichen Firmen da, vom Versicherungsvertreter über den Friseur bis hin zum Landwirtschaftsbetrieb und Industrieunternehmen.“

Brühl und Läbe sind sich sicher, je besser die Vernetzung gelingt, um so größer ist auch die Chance für Ansiedlungen auf dem Industriepark am Flugplatz. Denn neben professioneller Werbung führt ihrer Ansicht nach Mund-zu-Mund-Propaganda häufig zum Erfolg.

Von Jörg Reuter

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