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Fockendorf zeigt Handgeschöpftes und Kunstwerke aus Papier

Saisoneröffnung Fockendorf zeigt Handgeschöpftes und Kunstwerke aus Papier

Der Winterschlaf ist vorbei. Das Papiermuseum in Fockendorf öffnete am Sonnabend von 10 bis 17 Uhr erstmals in diesem Jahr seine Pforten. Denn die neue Saison beginnt traditionell immer am letzten Sonnabend im März und wird mit einer Sonderausstellung eröffnet, die in diesem Jahr den Titel „Erstaunliche Kunstwerke aus Papier“ trägt.

Gisela Korsun (r.) zeigt den Besuchern des Papiermuseums Fockendorf das Handschöpfen.

Quelle: Nicole Rathge-Scholz

Fockendorf. Der Winterschlaf ist vorbei. Das Papiermuseum in Fockendorf öffnete am Sonnabend von 10 bis 17 Uhr erstmals in diesem Jahr seine Pforten. Denn die neue Saison beginnt traditionell immer am letzten Sonnabend im März und wird mit einer Sonderausstellung eröffnet, die in diesem Jahr den Titel „Erstaunliche Kunstwerke aus Papier“ trägt.

Hier können die Gäste neben einem Sakko aus Altpapier der Designerin Rahel Keller, das aus über 1000 entwerteten und recycelten Fahrscheinen der Berliner Verkehrsbetriebe kreiert wurde, auch Szenen aus dem Märchen Rotkäppchen – komplett aus Papier gefertigt vom Glaubitzer Künstler Horst Schubert – bewundern. „Er hat auch eine Handschöpferszene erschaffen, die uns so gut gefallen hat, dass wir diese erworben haben und nun unser Eigen nennen dürfen“, ist der Vorsitzende vom Traditionsverein Papierfabrik Fockendorf, Frank Heinzig, überaus stolz.

„Ich kenne die ehemalige Fabrik seit Jahren, aber bis zum heutigen Tag war ich noch nie drin im Museum drin“, berichtete beispielsweise Hubert Metzner aus Borna. Anlass war der Besuch seiner Enkel zu Ostern, die immer neugierig auf Neues sind und mit großem Interesse den Ausführungen der Vereinsmitglieder folgten. „Ich komme aus der Papierbranche und sehe auch viele andere Fabriken, aber hier finde ich vor allem die Geschichte interessant“, so Hubert Metzner, der sicher nicht das letzte Mal zu Besuch war.

Und die Geschichte des Museums ist seit einer Woche noch interessanter geworden, wie Frank Heinzig verrät. „Wir haben etwas Neues hier aufgehangen, mit Foto und vielen Informationen. Noch darf ich darüber nicht in den Medien sprechen. Aber jeder, der zu uns kommt, wird erfahren, welche Vorfahren einer bekannten Persönlichkeit aus Film und Funk hier bei uns von 1798 bis 1862 tätig waren“, erzählt der Diplomingenieur für Zellstoff- und Papiertechnik.

Den ganzen Tag über kamen zahlreiche Besucher in die ehemalige Fabrik, schauten sich im Museum um. Wer mochte, konnte an einer Führung teilnehmen, die detaillierte Auskunft gab. Von der Papiermacher-Geschichte in Fockendorf über die Historie des Papiers im Allgemeinen und dessen Erfindung vor 2000 Jahren in China, vom Handschöpfen bis hin zur maschinellen Produktion, erfuhren die Gäste viel Wissenswertes.

Vereinsmitglied Gisela Korsun zeigte den Besuchern beispielsweise das Handschöpfen und ließ viele Gäste staunen. Denn in die Schöpfbütte kommen 99,7 Prozent Wasser und nur 0,3 Prozent Zellstoff – dennoch entstehen daraus Papierbögen.

Bis 30. November können die Besucher jeden letzten Sonnabend des Monats von
10 bis 17 Uhr das Papiermuseum besuchen.

Von Nicole Rathge-Scholz

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