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Altenburg Fockendorfer Oldtimer-Verein freut sich über neue Exponate
Region Altenburg Fockendorfer Oldtimer-Verein freut sich über neue Exponate
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00:20 05.08.2017
Benno Licke, Marcus Rose und Frank Müller (v.l.) vom Fockendorfer Oldtimer-Verein freuen sich über das neue Simson-Dreirad in ihrer Ausstellung. Quelle: Bastian Fischer
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Fockendorf

Viel tut sich derzeit in der alten Fockendorfer Papierfabrik. Die ansässigen Oldtimerfreunde können sich inzwischen nicht nur ganz offiziell über den Status als eingetragener „Oldtimer & Technik Verein“ freuen – sondern auch über prominenten Zuwachs für die liebevoll zusammengestellte Ausstellung historischer Fahrzeuge.

So ergänzen seit einigen Wochen gleich drei neue Motorräder die Sammlung, wie Marcus Rose, Vorsitzender des 15 Mitglieder zählenden Vereins, stolz berichtet. „Dazu zählt unter anderem ein AWO-Sportmotorrad, Baujahr 1959, mit 14 PS“, erklärt er beim Rundgang durch die Räumlichkeiten. Die in Suhl produzierten Maschinen zählten in ihrer Blütezeit „mit zum Sportlichsten, was damals zu haben war“. Das flotte Zweirad, ein Scheunenfund, soll perspektivisch von den Vereinsmitgliedern aufgemöbelt werden. „Ziel ist es, daraus eine Beiwagenmaschine zu gestalten, die entsprechenden Halterungen sind vorhanden.“

Ebenfalls neu hinzugekommen sind ein 350er-Jawa-Motorrad sowie eines der Marke Phänomen – mit Baujahr 1940. „Das ist damit unser bisher ältestes Exponat“, freut sich Rose. Das in Zittau gebaute Gefährt dürfte laut dem Enthusiasten eine bewegte Geschichte hinter sich haben. „Genau belegen können wir es zwar nicht, aber unter der jetzigen, grünen Lackierung ist eine damals vom Militär genutzte Farbgebung zu erkennen.“ Gut möglich also, dass die Maschine dereinst im Zweiten Weltkrieg im Einsatz war.

Das Highlight unter den Neuzugängen wartet indes im inzwischen mit grünem Bodenbelag gestalteten Vorraum: Ein Dreirad auf AWO-Basis von Simson aus Suhl, das eine durchaus interessante Geschichte mit sich bringt. „Ich habe die Maschine bei Ebay entdeckt“, berichtet Marcus Rose, „dort wurde sie zum Verkauf oder Tausch angeboten.“ Flugs meldete sich der 33-Jährige in entsprechenden Foren an, suchte nach einem passenden Tauschobjekt und wurde tatsächlich fündig. Vom fernen Hamburg gelangte die Maschine, deren Besitzer sie nach der Wende aus Lützen holte, schließlich per Motorradhänger nach Fockendorf. Nun ist sie als Leihgabe beim Oldtimer-Verein zu bewundern. Sie soll perspektivisch als mobiler Werbeträger für die Arbeit und die Ausstellung des Vereins dienen.

Der Zuspruch für die Schau sei inzwischen sehr groß. „Letztes Jahr kamen über die Saison knapp 130 Besucher, dieses Jahr waren bereits am ersten Tag 100 Leute da“, gibt Rose zu Protokoll. Entsprechend sucht der Verein derzeit nach weiteren Stellflächen, auch um wechselnde Exponate zeigen zu können. „Wir führen gerade Gespräche mit möglichen Vermietern in Eschefeld und Frohburg, spruchreif ist aber noch nichts“, so Rose.

Geöffnet ist das Museum jeden letzten Sonnabend im Monat von 10 bis 16 Uhr. Der Eintritt beträgt 1 Euro.

Von Bastian Fischer

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