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Fockendorfer Ostborussen reisen als Titelverteidiger nach Essen

BVB-Fanclub Fockendorfer Ostborussen reisen als Titelverteidiger nach Essen

Sie sind heiß auf den Sonnabend. Sie wollen in Essen möglichst ihren Titel verteidigen. Sie wissen aber, dass das ganz, ganz schwer wird. Die Rede ist von jenen Freizeit-Kickern, die die Fußballmannschaft der Ostborussen aus Fockendorf bilden. 24 Teams kämpfen um den Pokal der besten Fan-Mannschaften von Erst- und Zweitligisten.

Da kannte der Jubel keine Grenzen, als die Ostborussen im vorigen Jahr die Deutsche Fanclub-Meisterschaft gewannen.

Quelle: privat

Fockendorf/Essen. Sie sind heiß auf den Sonnabend. Sie wollen in Essen möglichst ihren Titel verteidigen. Sie wissen aber, dass das ganz, ganz schwer wird. Die Rede ist von jenen Freizeit-Kickern, die die Fußballmannschaft der Ostborussen bilden. Im vorigen Jahr gewannen sie überraschend die vom Fernsehsender Sky ausgetragene Meisterschaft deutscher Fußball-Fanclubs, landeten im Finale einen 6:5-Sieg gegen die Hertha-Fans. Damit hatten sie sich automatisch für das diesjährige Turnier qualifiziert, das in der mittlerweile fünften Auflage wieder am Tag des Champion-League-Finals und wieder in Essen ausgetragen wird.

Gerade noch steckt den Kickern des in Fockendorf beheimateten BVB-Fanclubs das verloren gegangene DFB-Finale ihrer Fußball-Idole in den Knochen, das einige von ihnen im Berliner Olympiastadion hautnah erlebten. Nur eine Woche später sind sie nun selbst gefordert, die Farben von Borussia Dortmund gebührend zu vertreten. Die 24 besten Fanclub-Mannschaften deutscher Erst- und Zweitligisten tragen in Essen das Kleinfeld-Turnier aus. Die Ostborussen bekommen es in der Vorrunde mit Borussia Mönchengladbach, dem 1. FC Köln und dem 1. FC Nürnberg zu tun. „Wir haben vor allen Respekt“, betont Julien Spreda (26), der die Ostborussen-Mannschaft 2012 aus der Taufe hob und ihr Kapitän ist. Gerade die Fans aus Köln seien im vorigen Jahr „sehr stark“ gewesen.

Auf dem Rasen stehen pro Team fünf Spieler und ein Torwart, insgesamt zehn Spieler dürfen die Clubs mitbringen. Für sie und jeweils zwei Betreuer übernimmt Sky die Rechnungen. Die Spreda-Truppe reist schon am Freitag ins Ruhrgebiet und übernachtet im Arcadia-Hotel in Bottrop. Ihr Dortmunder Verein wiederum sorgt für Trikots, Hosen und Stutzen. „Wir laufen in originaler BVB-Kleidung auf“, freut sich Spreda. Nur eines ist anders: Über der Rückennummer, die sich jeder Kicker aussuchen durfte, prangt der Schriftzug „Ostborussen“.

Wenn es etwas schräg läuft, treffen die Ostborussen in Essen sogar auf jene Mannschaft, die 2015 die Südtribünenmeisterschaft der Dortmunder Fanclubs für sich entschied. Da konnten die Fockendorfer ihren Titel von 2014 nicht verteidigen, landeten auf dem neunten Platz von etwa 75 Teams.

Extra vorbereitet haben sich die Freizeit-Kicker übrigens nicht auf ihr großes Turnier am Sonnabend. „Wir spielen alle aktiv Fußball“, begründet Spreda, warum die Truppe die Titelverteidigung aus dem Kalten wagt. Im Ostborussen-Team stehen Fußballer vom VfB Zwenkau, der gerade den Aufstieg in die Sachsenliga geschafft hat, vom FC Bad Lausick (Landesklasse) sowie je ein Akteur aus Meerane und Gera.

Den Pokal vom vorigen Jahr mussten die Ostborussen wieder abgeben. „Der wurde vor einem Monat per Paketdienst abgeholt“, bedauert Spreda, der in Leipzig als Servicemonteur arbeitet und in der Freizeit in Zwenkau als Verteidiger aufläuft. „Es ist ein Wanderpokal.“

Egal, ob ihn die Sachsen und Thüringer wieder in ihren Besitz bringen oder nicht, am Sonnabend nehmen sie in Essen das volle Programm mit. Am Abend verschafft Sky allen Teams im Essener „Delta Musik Park“ ein Public-Viewing des Champions-League-Finales zwischen Real und Atlético Madrid. „Und danach geht es mit einer Play-off-Party weiter“, weiß der 26-jährige Vizepräsident der Ostborussen um eine lange Nacht.

Von Frank Prenzel

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