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Altenburg Förderzentrum feiert „kleinen“ Tag der offenen Tür
Region Altenburg Förderzentrum feiert „kleinen“ Tag der offenen Tür
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04:23 07.12.2018
Beim Tag der offenen Tür am Altenburger Förderzentrum „Erich Kästner“ wurde an verschiedenen Ständen gemalt. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

„Bonbons, selbst gemachte Bonbons!“, schallte es am Donnerstag durch das staatliche FörderzentrumErich Kästner“ in Nord. Mit ihrem Bauchladen zogen Jason (7), Dominik (8) und Samantha (8) durch ihre Schule, um tütchenweise die rot-weiße Süßigkeit an die zahlreichen Besucher zu bringen, die zum Tag der offenen Tür vorbeischauten. „Das ist für unsere Klassenkasse“, betonte das geschäftstüchtige Trio.

Währenddessen verschönerten die Geschwister Rebecca (8), Laura (3) und Pascal (15) in Raum 306 weihnachtliche Gipsfiguren. Denn wo steht geschrieben, dass Weihnachtsmänner nicht orange sein können? Ihre Mama Christine Anger beobachtete das eifrige Treiben. „Immer wieder schön, dieser Tag der offenen Tür. Ein Besuch lohnt sich immer!“

Weihnachtsdeko zum selber basteln

In der Tat hatten sich Lehrer und Schüler des Förderzentrums jede Menge einfallen lassen. Ob Weihnachtsbaumschmuck oder Papiersterne, Geschenkdosen oder Schneemänner aus Lebkuchen – wer wollte, konnte sich an zahlreichen Stationen komplett mit Weihnachtsdeko und potenziellen Geschenken für Freunde und Familie eindecken. Alles wie immer – und doch anders beim diesem 19. Schulfest, wie Schulleiterin Carmen Abt betonte: „Normalerweise laden wir an diesem Tag auch unsere Netzwerkschulen ein, denn es ist eine schöne Möglichkeit, sich zu treffen und die Partnerschaft zu pflegen.“

111 Ausfallstunden pro Woche

Doch angesichts des massiven Krankenstandes im Lehrerkollegium mit 13 von 45 Kollegen im Haus, die aktuell fehlen, sowie insgesamt 20 unbesetzten Stellen vor Ort und an den Netzwerkschulen musste sie dieses Jahr davon absehen. „Jede Woche müssen 111 Unterrichtsstunden ausfallen, obwohl sich das gesamte Kollegium wahnsinnig engagiert, sich einbringt und wirklich tolle Arbeit leistet“, betonte Abt. Deshalb habe man sich dieses Jahr für die „kleine Variante“ entschieden und keine externen Gäste eingeladen. Dafür sollen die Korken im nächsten Jahr umso lauter knallen, wenn das Förderzentrum seinen 20. Geburtstag in der Siegfried-Flack-Straße feiert.

Einziger Wunsch: Mehr Sonderpädagogen!

So oder so genossen die 181 Schüler den bunten Vormittag, bei dem traditionell auch die drei Patentiere im Inselzoo eine Rolle spielten. In Raum 308 hatte Doris Teubner extra einen kleinen Basar aus netten Kleinigkeiten, Büchern und Kleidungsstücken aufgebaut, die alle neue Besitzer suchten: „110 Euro müssen heute zusammenkommen, denn soviel kostet ein Jahr Patenschaft für unsere zwei Nasenbären Willie und Sparky sowie Nymphensittich Hansi.“

Mit Blick auf das nahende Weihnachtsfest und das Jubiliäumsjahr 2019 hat Schulleiterin Carmen Abt nur einen großen Wunsch: „Mehr Sonderpädagogen! Damit alle Kinder hier drinnen wie draußen so gefördert werden können, wie sie es brauchen.“

Von Maike Steuer

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