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Folge der Klaubert-Pleite:Vize-Parteichef tritt zurück

Folge der Klaubert-Pleite:Vize-Parteichef tritt zurück

Der stellvertretende Vorsitzende der Linkspartei im Altenburger Land, Harald Stegmann, hat sein Amt im Kreisvorstand niedergelegt. Das bestätigte der 60-Jährige, der auch Vize-Fraktionschef der Linken im Altenburger Stadtrat ist, gestern auf OVZ-Nachfrage.

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Harald Stegmann

Quelle: Mario Jahn

Der Rücktritt war bereits auf der Kreisvorstandssitzung am 11. März erfolgt. Eine öffentliche Information über diese Personalentscheidung im höchsten Führungsgremium der Partei gab es jedoch nicht. Auch auf der Internetseite der Linken fand sich bis gestern Nachmittag kein Hinweis, und in der Liste der Vorständler wird Stegmann ebenfalls weiter als Vize geführt.

 

Vielleicht, weil die Gründe nicht schmeichelhaft für die sich gern transparent gebende Partei sind. Stegmann machte aus seinen "persönlichen Gründen" kein Hehl - es geht um die Nicht-Wahl von Birgit Klaubert auf Platz eins der Thüringer Bundestags-Landesliste. Der Parteitag am 2. März hatte die vom Landesvorstand als Spitzenkandidatin aufgestellte 58-jährige Altenburger Landtags-Vizepräsidentin und Stadtrats-Fraktionschefin knapp durchfallen lassen (OVZ berichtete).

 

Er halte diese Parteitagsentscheidung für "sehr problematisch", so Stegmann. Und er geht offenkundig davon aus, dass auch Mitglieder des eigenen Kreisverbandes an diesem Ergebnis beteiligt waren. "Es gab Signale aus anderen Kreisverbänden, dass unser Kreisverband nicht geschlossen hinter der Nominierung steht", sagte er. "Ich fühle mich dafür mit verantwortlich."

 

Ohne Namen zu nennen, bekräftige Stegmann: "Auch Mitglieder unseres Kreisverbandes und unseres Kreisvorstandes haben da eine Aktie dran." Es könne nicht sein, dass sich Landesvorstandsmitglieder und andere Parteimitglieder anmaßen, für den gesamten Kreisvorstand zu sprechen. Ausdrücklich nahm er Kreischef Frank Tempel (44) von diesen Vorwürfen aus.

 

Wie Stegmann sagte, sei nicht beabsichtigt, den freigewordenen Vize-Posten jetzt neu zu besetzten. Dies solle im November zur turnusmäßigen Vorstands-Neuwahl geschehen. Bis dahin ist Barbara Ebert die einzige Stellvertreterin Tempels.

Günter Neumann

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