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Altenburg Forstamt warnt nach Orkan vor Waldspaziergang
Region Altenburg Forstamt warnt nach Orkan vor Waldspaziergang
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19:31 01.04.2015
Nach den Orkantiefs der letzten Tage bietet sich im Leinawald zum Teil ein Bild der Verwüstung. Wege sind versperrt und Bäume geknickt. Quelle: Forstamt

"Zwischen 11 und 23 Uhr vermittelte die Leitstelle Gera allein 54 Einsätze an die Wehren des Kreises."

Die konkrete Anzahl der Einsätze dürfte nach Freyers Einschätzung aber noch bedeutend höher liegen. "Viele Feuerwehren haben vor Ort selbstständig ihre Einsätze abgearbeitet. Sozusagen auf Sicht." Manches musste bis gestern liegenbleiben, weshalb auch am Mittwoch etliche Wehren unterwegs waren. "Aber glücklicherweise gibt es keinerlei Verletzte zu beklagen", atmete Freyer im Nachhinein auf.

Dennoch gab es einige brenzlige Situationen: So stürzte in Ziegelheim ein Baum auf ein Haus und musste von der dortigen Wehr beseitigt werden. Auch Verkehrsschilder drohten dem Wind nachzugeben: Auf der Bundesstraße 7 beispielsweise drohte ein Hinweisschild für die Autobahn aus der Verankerung zu reißen und musste gesichert werden.

Die Kreisstadt blieb von Niklas ebenso wenig verschont. "Allein in der Zeit zwischen 14 und 19 Uhr hatten wir im Stadtgebiet 15 sturmbedingte Einsätze zu fahren", informierte gestern Jürgen Männel von der Altenburger Berufsfeuerwehr. Beispielsweise mussten Altenburgs haupt- und ehrenamtliche Feuerwehrleute in die Zwickauer Straße, wo gleich vier Bäume umgestürzt waren.Auch die Johannisstraße musste in Höhe des Gebäudes mit der Nummer 38 zeitweise gesperrt werden, weil von dem Haus Dachziegel herunterstürzten.

Große Schäden richtete Niklas in den größeren Wäldern, vor allem im Leinawald, an. "Die Peniger Landstraße, die direkt durch die Leina führt, blieb auch am Mittwoch voll für den Verkehr gesperrt", teilte Andreas Ott, stellvertretender Chef des Staatlichen Forstamtes Weida, zu dem der hiesige Kreis gehört, mit. Jene Landesstraße 2460 war aber noch das vergleichsweise kleinere Übel. Auch innerhalb der Leina wütete der Sturm mit Böen von über 100 Stundenkilometern arg. "Wir warnen alle Spaziergänger oder Ausflügler, über die Ostertage den Leinawald zu betreten. Denn dort sind nicht nur Bäume auf Waldwege gestürzt, sondern haben auch andere Bäume regelrecht angeschoben, die nun unkontrolliert umzustürzen drohen", erklärte Ott. Zur vollständigen Beräumung brauche es auch schwere Technik, die so schnell nicht verfügbar sei. Spaziergänger sollten auch den Kammerforst meiden. "Dort sieht es zwar nach ersten Begutachtungen nicht so schlimm wie in der Leina aus. Aber viele Schäden sind auf dem ersten Blick nicht erkennbar - und damit auch nicht die davon ausgehenden Gefahren", warnte der Forstamtsvize.

Jörg Wolf

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