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Altenburg Fotowettbewerb der Stadt Altenburg: Prämierter Blick in die Burgstraße
Region Altenburg Fotowettbewerb der Stadt Altenburg: Prämierter Blick in die Burgstraße
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00:28 30.11.2015
Jens Schneider aus Borna mit seinem Siegerbild, das in der Burgstraße entstanden ist. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Der nächtliche Altenburger Bahnhof, bei dem dank Langzeitbelichtung der durchfahrende Zug nur noch als Leuchtstreifen zu erahnen ist. Der Marktplatz, dessen erleuchtete Gebäude sich in einer Glaskugel spiegeln. Oder ein Blick über den Großen Teich. Das sind nur einige der Bilder, die Fotografen zum diesjährigen Thema des städtischen Fotowettbewerbs gestaltet haben. Donnerstag Abend wurden diejenigen, die das Motto „Altenburg im nächtlichen Lichterglanz“ am besten umgesetzt haben, im Rathaus ausgezeichnet. Gleichzeitig eröffnete Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) die dazugehörende Ausstellung und stellte fest: „Es war ein anspruchsvolles Thema. Aber es sind viele interessante Fotomotive zustande gekommen.“

Besonders der Blick in die Burgstraße, den Jens Schneider aufgenommen hatte, beeindruckte die Jury mit seiner Präzision, Schärfe und einzigartigen Stimmung. Der Bornaer, für den die Teilnahme eine Premiere war, holte sich den ersten Platz. „Das Bild war allerdings nicht mein Favorit“, sagte der 47-Jährige, der wie viele gleich mehrere Fotos eingereicht hatte. Dafür musste Schneider, als er zufällig vom Altenburger Wettbewerb erfuhr, nur einen Blick in sein Archiv werfen: „Ich hatte ein paar Fotos von Altenburg da und habe entsprechende ausgewählt“, erzählte er. „Die Auswahl ist mir nicht schwer gefallen. Mit dem Sieg hätte ich aber nicht gerechnet.“

Auch Kerstin Press-Mühl, die sich als Zweite vor Ronny Franke platzierte, war überrascht von ihrer Auszeichnung. „Ich fotografiere erst seit einem Jahr intensiver und hätte damit gar nicht gerechnet“, erzählte die 38-jährige Kertschützerin. Ihre Aufnahme des Torhauses am Schloss ist während eines nächtlichen Fotospaziergangs mit Freunden entstanden. „Gerade nachts ist es schwieriger, das richtige Motive und die richtige Beleuchtung zu finden“, beschrieb sie die Herausforderungen beim diesjährigen Motto.

Insgesamt hatten sich 32 Hobbyfotografen an dem Wettbewerb beteiligt, die fünfköpfige Jury musste aus 129 Bildern auswählen. Wie man in der Schau sieht, wählte die Mehrzahl der Fotografen den Blick auf angestrahlte Gebäude in der Skatstadt. Im Gegensatz zu den Vorjahren muss der Besucher kaum rätseln, wo welches Motiv aufgenommen wurde. Fast alle Fotos lassen sich sofort zuordnen: Da werden das Lindenau-Museum, der Kunstturm oder das Theater in Szene gesetzt, die Lichter des weihnachtlich geschmückten Marktes bildlich festgehalten oder ein Blick in die Baderei geworfen.

Übrigens: Nächstes Jahr findet der städtische Fotowettbewerb zum 20. Mal statt. Zu welchem Thema die Fotografen dann nach aussagekräftigen und interessanten Motiven suchen müssen, steht noch nicht fest. In der Ausstellung können Altenburger dafür ihre Vorschläge abgeben.

Die Ausstellung mit einer Auswahl der eingereichten Bilder ist bis zum 19. Februar in der Rathausgalerie zu sehen.

Von Jenifer Hochhaus

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