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Altenburg Frank Tempel verliert äußerst knapp Wahl um Bundesgeschäftsführer
Region Altenburg Frank Tempel verliert äußerst knapp Wahl um Bundesgeschäftsführer
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18:21 11.06.2018
Frank Tempel – hier im Bundestag im Mai 2017 – hat äußerst knapp die Wahl um den Bundesgeschäftsführer der Linken verloren. Quelle: dpa
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Altenburg/Leipzig

Frank Tempel aus dem Nobitzer Ortsteil Zehma hat die Wahl zum Bundesgeschäftsführer der Linken äußerst knapp verloren. Er unterlag am Sonntag in der Stichwahl auf dem Bundesparteitag in Leipzig mit nur drei Stimmen Jörg Schindler. Der Vize-Parteichef von Sachsen-Anhalt galt als Wunschkandidat der Parteispitze und bekam 48,36 Prozent. Für den früheren Bundestagsabgeordneten Tempel stimmten 47,81 Prozent der Delegierten.

Tempels Kandidatur kam überraschend und könnte Teil des Machtkampfes an der zerstrittenen Parteispitze der Linken auf Bundesebene gewesen sein. Die Parteichefs Katja Kipping und Bernd Riexinger hatten Schindler für den Posten vorgeschlagen – und sich gegen Tempel ausgesprochen. Auch Thüringens Landeschefin Susanne Hennig-Wellsow vertrat am Mikrofon eigens die offizielle Linie und trug damit ebenso zur knappen Niederlage ihres Landesgenossen bei.

Tempel wird dem Lager von Bundestagsfraktionschef Dietmar Bartsch zugerechnet. In seiner Bewerbungsrede hatte Tempel ein Ende der internen Kämpfe gefordert und gemahnt: „Das gegenseitige Verletzen und Diffamieren (...), das gegenseitige Misstrauen schadet uns. Wir müssen endlich aufhören, in Schubladen zu denken“, forderte Tempel, der sich weder dem einen oder dem anderen Lager zuordnet. „Wegen dieser Botschaft habe ich auch so viele Stimmen bekommen“, sagte er.

Nach seinem Ausscheiden aus dem Bundestag übernahm Tempel die Koordinierungsstelle Häusliche Gewalt im Thüringer Sozialministerium. Außerdem wurde er am Sonntag wieder in den Bundesvorstand gewählt. „Ostthüringen wird weiterhin im Parteivorstand Gehör finden und wir profitieren in unserem Kreisvorstand über direkte Informationen aus Berlin“, würdigte Linken-Kreischef Ralf Plötner Tempels Wiederwahl.

Von Jens Rosenkranz

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