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Altenburg Freiwillige Feuerwehr Altenburg sucht neue Mitstreiter
Region Altenburg Freiwillige Feuerwehr Altenburg sucht neue Mitstreiter
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05:00 29.04.2016
Mit einem knallroten Zelt gehen Altenburgs Feuerwehrleute auf Werbetour. Quelle: Jörg Wolf
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Altenburg

Es dauert nur wenige Minuten, bis es aufgestellt und dank seiner knallroten Farbe weithin sichtbar ist. Die Freiwillige Feuerwehr Altenburg nennt neuerdings ein geräumiges Zelt ihr Eigen, das keineswegs als Ergänzung der Ausrüstungspalette für Hilfe- und Notfalleinsätze gedacht ist. „Vielmehr wollen wir mit diesem Zelt bei den verschiedensten Veranstaltungen präsent sein, um über uns zu informieren und neue Mitstreiter zu gewinnen“, sagt Wehrleiterin Lisanne Peschek.

Die Stadt fand dieses Vorhaben ebenfalls gut, mit so einem in typischem Feuerwehrrot namens RAL 3000 gestaltetem Zelt auf sich aufmerksam zu machen. 950 Euro kostete das Zelt, dass zudem den markanten Schriftzug „Freiwillige Feuerwehr Altenburg“ und die Notrufnummer „112“ trägt und zum Autofrühling seine Premiere hatte. Dort waren die Feuerwehrleute zudem noch mit dem neuen Tanklöschfahrzeug 3000 und weiterer Technik präsent. „Wir haben das Ansinnen sehr gerne unterstützt. Trotz angespannter Finanzlage übernahm die Stadt die Finanzierung“, so Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD), der persönlich an einem Ausbildungssamstag der freiwilligen Wehr vorbeischaute, bei dem auch das Zelt seine finale Aufstellprobe erlebte. „Uns als Kommune ist die Freiwillige Feuerwehr ungemein wichtig. Auch wenn wir eine Berufsfeuerwehr vorhalten, brauchen wir die freiwilligen Kameraden“, betonte Wolf.

Personell ist es derzeit um die Wehr beileibe nicht sonderlich rosig bestellt: Gerade 26 Frauen und Männer gehören aktuell noch der Einsatzabteilung an. Vergleichsweise ernüchternd in einer Stadt mit über 30 000 Einwohnern wie Altenburg. Jetzt soll eine richtige Webekampagne anlaufen, die über bisher bekannte Aktionen hinausgeht. „Wir unterstützen die Wehr dabei mit den Mitteln, die wir zur Verfügung haben“, versprach Wolf.

Hilfe für die Kameradinnen und Kameraden kommt auch von anderer Seite: Der vor rund einem Jahr gegründete „Verein der Freunde und Förderer der Feuerwehr der Stadt Altenburg“ hat sich schon bei der Aktion Zelt mit ins Zeug gelegt. Und er begleitet auch die Feuerwehr auf ihrer Werbekampagne. „Wir brauchen einfach Aktionen, die außergewöhnlich sind, die sich von anderen abheben und die Feuerwehr sowie den Dienst darin interessant machen“, sagt Susann Seifert, die dem derzeit siebenköpfigem Verein vorsteht.

Erste ungewöhnliche Projekte wurden da schon verwirklicht oder stehen kurz vor der Realisierung. So werben Altenburgs Löschexperten öffentlichkeitswirksam von der großen Videowand an der Stadthalle „Goldener Pflug“. Infoflyer, die sogar in einer Art persönlicher Visitenkarten der Wehrangehörigen gestaltet sind, könnten ebenso folgen wie ein werbewirksam beklebter Stadtbus im Linienverkehr. „Nur so werden die Leute darauf aufmerksam, dass es neben der Berufsfeuerwehr in Altenburg auch noch eine Freiwillige gibt, die auch gebraucht wird“, meint Susann Seifert.

Ein wichtiger Part sei dafür auch eine merklich angekurbelte Öffentlichkeitsarbeit. Altenburgs Floriansjünger sind jetzt selbstverständlich auch in sozialen Netzwerken unterwegs. „Nur am Rande von Festen stehen und mit dabei sein, lockt heute niemanden mehr. Man muss auf die Leute zugehen, mit ihnen reden und sie überzeugen“, ist sich die Vereinschefin sicher. Werbung muss auffallen und neugierig machen. „Wie das rote Zelt, das keiner übersieht“, so Susann Seifert.

Von Jörg Wolf

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