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Altenburg „Fridays for Future“ kommt nach Altenburg
Region Altenburg „Fridays for Future“ kommt nach Altenburg
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11:34 14.03.2019
So wie hier in Mainz wollen sich Altenburger Schüler am Freitag für den Klimaschutz einsetzen. Quelle: dpa
Altenburg

Die weltweite Klimaschutz-Bewegung „Fridays for Future“ erreicht Altenburg. Schüler in Deutschland und in aller Welt demonstrieren seit Ende vergangenen Jahres jeden Freitag während der Unterrichtszeit, um auf die Dringlichkeit des Klimaschutzes aufmerksam zu machen. Sie folgen damit dem Vorbild der jungen schwedischen Aktivistin Greta Thunberg. Für diesen Freitag ist erstmals eine Demonstration in Altenburg angemeldet: Um 11 Uhr soll am Bahnhof eine Kundgebung stattfinden, danach läuft der Protestzug am Landratsamt vorbei zum Markt. Ein Schüler des Spalatin-Gymnasiums meldete die Veranstaltung für 50 Teilnehmer an.

Streitfrage Fehlstunden

Die Demonstrationen sind umstritten, weil manche Schüler deshalb den Unterricht schwänzen – auch an Altenburger Schulen gehen die Meinungen auseinander: „Das ist toll – ich habe schon darauf gewartet, dass die Aktion nach Altenburg kommt“, sagte Birgit Kriesche, Rektorin des Spalatin-Gymnasiums. „Ich würde es gut finden, wenn dort viele Schüler hingehen.“ Da an ihrer Schule für Freitag seit längerem ein „Hausaufgaben-Tag“ geplant sei – alle Lehrer absolvieren eine Fortbildung auf Burg Bodenstein – haben die Schüler keinen Unterricht und keine Fehlstunden zu befürchten. Wenn viele Schüler an der Demo teilnähmen, könne sich die Rektorin vorstellen, das nächste Mal einen freien Tag zu gewähren.

Anders sieht es am Friedrichgymnasium aus. „Selbstverständlich gibt es bei Teilnahme unentschuldigte Fehlstunden“, sagte Schuldirektor Thomas Lahr mit Verweis auf die Schulordnung. „Der Termin steht nicht auf dem Stundenplan.“ Beide Schulleiter waren von Schülern gefragt worden, ob ihnen Fehlzeiten blühten, wenn sie sich den Protesten anschließen würden. Ralf Plötner, Kreisvorsitzender der Linken, appellierte an die Schuloberen, „Fingerspitzengefühl“ zu zeigen: Demokratisches Engagement solle gefördert und nicht sanktioniert werden. Unabhängig von den unterschiedlichen Sichtweisen wollen beide Gymnasien Themen der Protestbewegung im Unterricht inhaltlich aufgreifen.

Von Maximilian König

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