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Frischzellenkur für Altenburger Gustavus-Haus

Förderverein Frischzellenkur für Altenburger Gustavus-Haus

Das Gustavus-Haus in Altenburg gehört zu den besonders bei Jugendlichen der Stadt beliebten kulturellen Einrichtungen. Inzwischen sind eine ganze Reihe von Sanierungsarbeiten fällig, die der Förderverein des Hauses in Eigeninitiative angeht. Die Mitglieder sind deshalb offen für das Engagement weiterer Kulturbegeisterter.

Die Mitglieder des Fördervereins in der Bar des Gustavus-Hauses
 

Quelle: Mario Jahn

Altenburg.  Wenn Manuela Naumann darüber spricht, was noch alles am Paul-Gustavus-Haus in Altenburg gemacht werden muss, dann will die Aufzählung gar nicht enden. Elektrik, Wasseranschlüsse, Heizung, nennt das Mitglied des Fördervereins Zukunftswerkstatt Paul-Gustavus-Haus zum Beispiel. Dann die Sanierung der Fenster, des Hofs, des Dachs vom Haupthaus und und und…

„Wir wissen, dass dies alles nicht in den nächsten zehn Jahren zu schaffen sein wird“, sagt sie. „Aber das Haus ist in einem statisch und baulich guten Zustand, so dass wir es nicht husch-husch machen müssen.“ Der nächste Punkt auf der langen To-do-Liste der Sanierung kann dennoch in den nächsten Wochen abgehakt werden: Der Einbau der Brandschutztüren in der ersten Etage. Sie sind die Voraussetzung dafür, dass das Stockwerk wie schon das Café im Erdgeschoss für Veranstaltungen genutzt werden kann.

Hier, wo momentan noch nicht einmal Licht eingeschaltet werden kann, sieht sonst fast alles fertig aus: Regale mit hunderten Büchern sind ordentlich aufgereiht, ein Billardtisch und ein Flügel laden zum Benutzen ein. Noch dieses Jahr sollen die ersten Besucher hier ihre Freizeit verbringen. In der Bibliothek können dann Bücher gegen eine Geldspende ausgesucht und erworben oder entliehen werden. „Uns wird es aber nicht möglich sein, die Bibliothek dauerhaft zu öffnen“, sagt Vereinsmitglied Constance Böhme. Dies sei mit den Ehrenamtlichen nicht zu stemmen. „Aber vielleicht ergibt sich mal eine Möglichkeit, dass sich jemand über eine Arbeitsmaßnahme regelmäßig darum kümmert.“ Bis dahin können die Leseschätze nur zu Veranstaltungen in Augenschein genommen werden.

Davon organisieren die rund 35 Mitstreiter des Vereins immer mehr, darüber hinaus gibt es regelmäßig Kulturevents anderer Vereine wie zum Beispiel des Jazzklubs. Auch die Blauen Nächte, die vergangene Spielzeit gemeinsam mit dem Altenburg-Geraer Theater organisiert wurden, brachten Aufmerksamkeit. Genau an diese Kooperation soll noch in diesem Jahr angeknüpft werden: Eine neue Veranstaltungsreihe ist geplant, den Anfang dafür macht ein Leseabend zu Hannah Arendt, der deutsch-jüdischen politischen Theoretikerin, Anfang Dezember. Bereits im November plant der Verein anlässlich des Vorlesetags zudem einen Abend, bei dem Menschen aus ihrem Lieblingsbuch lesen. Noch werden Leute gesucht, die mitmachen.

Von Anfang an war es das Ziel des 2009 gegründeten Vereins, das Gebäudeensemble der ehemaligen Malzkaffeefabrik zu sanieren und so Räume für Leute zu bieten, die kein Geld oder keinen Raum haben, um ihre Ideen zu verwirklichen. Als soziokulturelles Zentrum stellt sich Böhme das Gustavus-Haus in Zukunft vor. „Die obere Etage könnte zum Beispiel an Vereine vermietet werden oder hier entstehen Ateliers“, ergänzt Naumann. „Für Ideen sind wir immer offen.“ Was mit dem Haus passiert und wie es genutzt wird, sei immer mal wieder im Wandel. Für Henrike Neumerkel, gerade seit einem Monat im Verein, ist dies das Interessante an dem Projekt: „Man baut gemeinsam in der Gruppe etwas auf. Langfristig hat Altenburg dann auch einen Ort, an dem es kulturelle Veranstaltungen gibt, die vorher in der Stadt gefehlt haben.“ Böhme fügt hinzu, dass man gern auch mit Studenten zusammenarbeiten würde, die ihre Ideen für die Sanierung einbringen.

Eine Million Euro, so wurde es anfangs geschätzt, sind notwendig, um das Haus aufzupolieren. „Aber für diesen Betrag ist dann wirklich nur das Notwendigste gemacht“, erklärt Naumann. Denn die Liste ist bekanntlich noch lang.

Von Jenifer Hochhaus

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