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Frohnsdorf feiert doppelt: 680 Jahre Dorf, 50 Jahre Schalmeienkapelle

Zwei Jubiläen Frohnsdorf feiert doppelt: 680 Jahre Dorf, 50 Jahre Schalmeienkapelle

Strahlender Sonnenschein sorgte für beste Bedingungen beim Dorffest am Wochenende in Frohnsdorf. Das kleine Dorf feierte nicht nur sein 680-jähriges Bestehen, sondern auch den 50. Geburtstag der Schalmeinenorchester von Frohnsdorf. Bei Kindern wie Erwachsenen kam keine Langeweile auf.

Die Kinder und Jugendgruppe Altenburger Mundart des Heimatverein Ponitz präsentierte Sketche, Geschichten und Lieder aus alten Zeiten.

Quelle: Nicole Rathge-Scholz

Frohnsdorf. „Ich war jede Woche in der Kirche und habe zum lieben Gott gebetet, uns schönes Wetter zum Fest zu schicken“, meinte Bürgermeister Dietmar Graichen verschmitzt, als er am Sonnabend das diesjährige Dorffest in Frohnsdorf eröffnete. Das drehte sich diesmal um das 680-jährige Bestehen des Ortes und den 50. Geburtstag des Schalmeienorchesters Frohnsdorf. Seine Worte wurden wohl erhört. Strahlender Sonnenschein und sommerliche Temperaturen zogen zahlreiche Gäste aus Nah und Fern in das attraktive wie aktive Dorf. Auf die Kinder zum Beispiel warteten Hüpfburg, Feldeisenbahn, Basteln, Trikefahren und vieles mehr. Sie konnten auch hoch zu Ross den Festplatz erkunden.

Dagmar Schäfer von den Landfrauen wachte über die vielen Artikel am Trödelstand. „Der Erlös kommt natürlich dem Verein zugute. Die Sachen wurden alle von den Dorfbewohnern abgegeben“, freute sie sich über die rege Teilnahme der Einwohner und zeigte sich wie in jedem Jahr begeistert vom Fest. „Es ist eine super Veranstaltung. Natürlich steckt da jede Menge Arbeit und Stress dahinter, aber wenn die Vereine das nicht auf die Beine stellen würden, würde alles einschlafen und sich jeder in seinen vier Wänden verkriechen“, erklärte sie. Sie freue sich immer, wenn die Leute zum Fest kommen und sich bedanken und gemeinsam Spaß haben.

Anlässlich 680 Jahre Frohnsdorf wurden auf dem Festplatz nicht nur alte Zugmaschinen und Traktoren gezeigt, sondern auch historische Handwerksgeräte. Ein Lehmbauer stellte sein Handwerk vor. Am Nachmittag fand ein kleiner Umzug mit den landwirtschaftlichen Maschinen statt, der musikalisch vom Spielmannszug Altenburg und der Schalmeienkapelle Ehrenhain, die ebenfalls das Fest bereicherte, begleitet wurde.

„Wir sind das zweite Mal hier beim Dorffest dabei. Anfangs kommen natürlich die Kinder, ob Jungen oder Mädchen, gleichermaßen und nehmen Platz auf dem Pferderücken. Zu späterer Stunde und nach ein, zwei Bierchen trauen sich auch die Männer aufs Ross“, verriet Pferdebesitzerin Sophie Thomesch, die mit ihren beiden Irish Tinkern und dem Kaltblutmix aus Jückelberg gekommen war, um den Sprösslingen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.

„Prägend für die Geschichte von Frohnsdorf ist eigentlich der Tonabbau, der hier viele Jahre Untertage gefördert wurde und Arbeitsplätze schuf. Aber auch Landwirtschaft spielt schon immer einen große Rolle in unserem Ort, genauso wie die Feuerwehr“, erzählte Organisatorin Rita Gepner. Zudem ist sie stolz auf die gute und langjährige Vereinsarbeit. Ob Landfrauen, Feuerwehr, Orchester oder Faschingsclub, alle ziehen an einem Strang und versuchen stets, Höhepunkte im Kalenderjahr für die Einwohner auf die Beine zustellen. „Wir bedanken uns auch nochmal herzlich beim Ratskeller Altenburg, der immer für tolles Essen auf unseren Festen sorgt, sowie den vielen Sponsoren und freiwilligen Helfern“, betonte Rita Gepner.

Zeitgleich mit der 680-Jahrfeier von Frohnsdorf wurde das 50. Jubiläum des ortsansässigen Schalmeienorchesters begangen. Wie der musikalische Leiter Jörg Steinmetz mitteilte, feierten die Mitglieder bereits am Rosenmontag ihren Geburtstag im kleinen Kreis. Am Samstagabend fand der Kapelle zu Ehren eine Gratulationsrunde statt, bei der alle Vereine, Organisationen und Bürgermeister des Wieratals, bei denen das Orchester Auftritte absolviert, eingeladen wurden und sich das Wachsen und Werden des Klangkörpers bei einem Lichtbildvortrag und einem Glas Sekt in Erinnerung rufen konnten.

Bis in den Abend hinein konnten die Besucher das Tanzbein schwingen und ihre Bauchmuskeln bei den Sketchen der Feuerwehrfrauen festhalten. Am Sonntag stand dann ein gemeinsames Frühstück auf dem Programm, um gestärkt an die Aufräumarbeiten zu gehen.

Von Nicole Rathge-Scholz

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