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Altenburg Frontalcrash, Überschlag und Rausch
Region Altenburg Frontalcrash, Überschlag und Rausch
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00:38 03.07.2015
Als wenn 0,8 Promille Alkohol im Blut wären: Niko Selke versucht mit einer Rauschbrille in der Spur zu bleiben. Quelle: Mario Jahn
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Vielmehr erzeugten dieses Gefühl sogenannte Rauschbrillen, die dem Träger derlei Einschränkungen im wahrsten Sinne des Wortes vor Augen führen.

Diese Rauschbrillen waren gestern nur eine Station von mehreren im Rahmen des Verkehrssicherheitstages, den die Verkehrswacht des Kreises gemeinsam mit der Polizei an der Platanenstraße schon seit 2012 regelmäßig durchführt. "Gerade diese jungen Leute zwischen 18 und 25 Jahren, wie sie hier lernen, gelten als Fahranfänger", sagt Winfried Günther, der Chef der Kreisverkehrswacht. Sicher könne man auch lange theoretische Referate über die Gefahren im Straßenverkehr halten und da auch die schweren Beeinträchtigungen durch Alkohol & Co. in den grellsten Farben schildern. "Viel eindrucksvoller und vor allem einprägsamer aber ist die praktische Erfahrung, beispielsweise wie sich ein Frontalzusammenstoß und der Überschlag eines Fahrzeugs anfühlen", so Günther.

Steve Eller will in diesem Jahr seinen Führerschein machen. Der 20-jährige angehende Erzieher hat den Überschlagsimulator lieber ausgelassen. "Es hat schon gereicht, was ich gesehen habe. Da ist man beeindruckt, wie schnell das gehen kann. Aber auf dem Motorrad im Fahrsimulator habe ich mich sehr gut geschlagen", sagt er. Den Führerschein so schnell wie möglich ablegen will auch Vanessa Lehmann. Die 17-jährige Schmöllnerin lernt an der Wiso Kinderpflegerin. "Das war unglaublich und hat einen ziemlich heftig durchgeschüttelt und gedrückt", erzählt sie. Soeben war sie mit dem Gurtschlitten auf ein vermeintliches Hindernis geprallt. Mit nur zehn Kilometern pro Stunde, aber die Erfahrung war einprägsam.

"Klar, denn so ein Frontalzusammenstoß ist so ziemlich das brutalste, was es gibt", erklärt Reinhard Hünniger von der Verkehrswacht des Wartburgkreises. "Der Schreck über die Heftigkeit des Aufpralls ist überall gleich", sagt der Fachmann. Kreuz und quer fährt er im Auftrag der Verkehrswacht durch den Freistaat, um jungen Leuten per Gurtschlitten solche Erfahrungen zu verschaffen. "So einen Tag zu organisieren, ist schon ein immenser Aufwand, denn wir sind nur zehn Mann und erledigen alles ehrenamtlich. Aber das ist uns wichtig", sagt der Altenburger Verkehrswacht-Chef Winfried Günther.

Wiso-Schulleiter Herbert Fechner sieht das genauso: "Glücklicherweise hatte noch keiner von unseren Schülern einen schweren Unfall. Das hängt auch mit dieser praktischen Verkehrsschulung zusammen." © Kommentar

Jörg Wolf

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