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Altenburg Führung „Verspieltes Altenburg“: Auf den Spuren des Skatspiels
Region Altenburg Führung „Verspieltes Altenburg“: Auf den Spuren des Skatspiels
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00:19 24.07.2017
Unterstützt von Andrea Kölbel bringt Aaron (9) in der Kartendruckerei des Schlosses die Farbe auf den alten Druckstock auf und verteilt sie mittels Nudelholz auf Papier – genau wie vor 200 Jahren.
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Altenburg

„Die Skatstadt auf besondere Art kennenlernen“ – unter diesem Motto steht die Führung namens „Verspieltes Altenburg“, die von der Tourismusinformation Altenburger Land und der Farbküche organisiert wird diesen Freitag Premiere feierte. Auf den Spuren des urdeutschen Kartenspiels Skat, für das Altenburg so berühmt ist, erlebten sieben Interessierte einen unterhaltsam Rundgang, der vom Neptunbrunnen im Inneren des Schlosshofes in die Kartendruckerei und an weitere markante Orte der Stadt führte.

Das Ganze war jedoch mehr als eine trockene Geschichtsstunde: Körpereinsatz war stattdessen gefragt. Tourguide Daniel Rosengarten ließ die Kinder in der Kartendruckerei selbst Hand an Farbe und Druckrolle anlegen: Im Keller des Residenzschlosses konnte auf Holzdruckstöcken eigenhändig ein eigener Skatkartenbogen auf Pergament gedruckt werden – „ganz so, wie es unsere Altvorderen praktizierten“, klärte Rosengarten auf, der nebenbei über die Geschichte des Kartenspiels der ehemaligen Kaiserresidenz informierte. Eine Aufgabe, die gleichermaßen Kraft und Feingefühl erfordert, wie die Kinder feststellen mussten. Das Resultat jedoch war ein schönes Andenken an die Führung.

Weiter ging es zum ikonischen Skatbrunnen in der Johannisstraße – dem weltweit einzigen Denkmal, das einem Kartenspiel gewidmet ist. Hier konnten die Kinder einen alten Kult wieder aufleben lassen und ihr Skatblatt taufen: Schweinskopf reiben, die Karten ins Wasser tunken und schließlich den magischen Satz „Saukopp, spucke auf mei Blatt, dass ich immer Glück beim Skaten hab’“ aufsagen.

Bevor es abschließend in die Graffitiwerkstatt der Farbküche ging, erlebten die Kinder einen wortwörtlichen Höhepunkt und besichtigten die Spitze der St. Bartholomäi-Kirche. Dort konnte nicht nur ein Blick in die historische Türmerwohnung – möglicherweise der Ort, an dem die höchstgelegenen Skatrunden der Welt ausgetragen wurden – sondern auch über die Skatstadt geworfen werden. Dazwischen gab es immer wieder locker vorgetragene, historische Anekdoten über die Stadt und ihre Gebäude.

Die Führung „Verspieltes Altenburg“ eignet sich vor allem für Kinder und geht am Sonntag, den 30. Juli in die nächste Runde. Treffpunkt ist 14 Uhr am Neptunbrunnen im Residenzschloss zu Altenburg, die Teilnehmeranzahl ist auf 20 begrenzt. Um Anmeldung in der Tourismusinformation Altenburger Land (Markt 10) oder unter www.altenburg.travel wird gebeten. Preis: 12,50 Euro pro Person.

Von Christian Neffe

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