Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Altenburg Fünfjähriges Hundebissopfer aus Gößnitz aus Klinik entlassen
Region Altenburg Fünfjähriges Hundebissopfer aus Gößnitz aus Klinik entlassen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:07 10.03.2016
Erst seit Ende 2014 wohnen die Thuraus in einem der Eigenheime. Quelle: Jörg Reuter
Anzeige
Gössnitz

Der kleine Junge, der vor knapp zwei Wochen in einer Gößnitzer Eigenheimsiedlung von einem Hund aus der Nachbarschaft angefallen und schwer verletzt wurde, ist am Donnerstag aus dem Krankenhaus entlassen worden. Das berichtet sein Vater Jörn Thurau der OVZ. Auf diesem Weg möchte er sich für die große Anteilnahme der Gößnitzer bedanken. „Die Wunden heilen gut. Es gab zum Glück keine Infektion durch die Bisse“, sagt er erleichtert.

Aber die Freude über die körperliche Genesung wird getrübt von der Sorge um psychische Spätfolgen. Wahrscheinlich werde sein Kind nie wieder unbefangen Hunden begegnen, meint Jörn Thurau. Was ihn aber weit mehr belastet, ist die Angst seiner Kinder. „Die Jungs haben, weil die Hunde sie schon oft angebellt und geknurrt haben, sowieso Respekt gehabt. Jetzt wollen sie aber nicht mehr im Garten am Haus spielen. Der Große hat schon gesagt, dass er gar nicht wieder hier her möchte“, berichtet der Vater. Nicht zuletzt deswegen halte er an der Forderung fest, dass die Hundezucht aus dem Wohngebiet verschwindet. „Dann könnte ich meinen Kindern sagen, ihr braucht euch keine Sorgen mehr zu machen, die Hunde sind weg.“

Wie berichtet, ereignete sich der Zwischenfall mit dem Hund der Rasse Boxer am Sonntag, dem 28. Februar. Von einem Nachbargrundstück, wo die Tiere von einer 65-Jährigen gezüchtet werden, büxte das Weibchen aus. Der Hund überwand Absperrungen und Zäune und griff das Kind beim Spielen im elterlichen Garten an. Die Boxer-Hündin biss dem Fünfjährigen ins Gesicht und in die Beine. Dabei wurde das Kind so schwer verletzt, dass eine Notoperation notwendig wurde.

Aufgrund des Vorfalls hat die Polizei Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet. Zum aktuellen Stand werde sich aber aus ermittlungstaktischen Gründen nicht geäußert, heißt es auf Nachfrage. Die Stadt Gößnitz informiert, dass nächste Woche geprüft werde, ob die geforderten Nachbesserungen am Zaun umgesetzt wurden, so dass die Hunde nicht wieder ausbrechen können. Die Zwingerpflicht für die Hündin ist aber abgelaufen. Leinen- und Maulkorbpflicht bestehe weiter, und ein Wesenstest ist angeordnet.

Derweil erklärt Jörn Thurau, es sei ausgeschlossen, dass sein Sohn den Hund – etwa mit einem Stöckchen – gereizt habe. „Wir wohnen ja nicht direkt Zaun an Zaun. Zwischen unseren Grundstück und den Hunden befindet sich noch der Garten von einem weiteren Nachbaren.“

Von Jörg Reuter

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Einer 49-Jährigen Deutschlehrerin wurde am Mittwoch in Altenburg die Geldbörse im Klassenraum gestohlen. Die Frau unterrichtet Flüchtlingskinder. Laut Polizei fällt der Verdacht auf eine 13-jährige Jugendliche.

10.03.2016

Einige Joints, die Andreas G. mit Kumpels geraucht hat, sind dem 22-Jährigen zum Verhängnis geworden. Deswegen stand er am Mittwoch vor dem Amtsgericht in Altenburg. Ihm wurde vorgeworfen, auch Minderjährigen Drogen überlassen zu haben. Nun traf ihn Justizias Arm.

10.03.2016

Erich Kästners „Emil und die Detektive“ ist vielen in der Regel aus Kindheitstagen vertraut. Mit seinem „Fabian“ sieht dies anders aus. Gut also, dass traditionell eine Woche vor der Premiere der Altenburger Theaterverein zum Theaterfrühstück einlädt. Dessen Ziel war und ist es, das Publikum einzustimmen auf Werke, die weniger bekannt sind oder eine neue Lesart von Vertrautem zu erwarten ist.

10.03.2016
Anzeige