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Für 20 Millionen Euro Pflegeheim und betreutes Wohnen – Investor stellt sich vor

Altenburg Für 20 Millionen Euro Pflegeheim und betreutes Wohnen – Investor stellt sich vor

Auf dem Gelände der ehemaligen Tennisanlage in der Geraer Straße will ein Investor in Altenburg die Seniorenwohnanlage „Am Jahnpark“ bauen. Entstehen soll sowohl ein viergeschossiges Pflegeheim mit 143 Plätzen als auch ein dreigeschossiges Gebäude für betreutes Wohnen, mit 60 bis 70 Wohneinheiten. Investition: 20 Millionen Euro.

So stellen sich die Investoren zum gegenwärtigen Zeitpunkt das Aussehen des neuen Jahnparks vor.

Quelle: EMC

Altenburg. Seit gut einem dreiviertel Jahr haben sie das Grundstück ins Auge gefasst, nun soll es ernst werden. Auf dem Gelände der ehemaligen Tennisanlage in der Geraer Straße will ein Investor in Altenburg die Seniorenwohnanlage „Am Jahnpark“ bauen. Entstehen soll sowohl ein viergeschossiges Pflegeheim mit 143 Plätzen als auch ein dreigeschossiges Gebäude für betreutes Wohnen, mit 60 bis 70 Wohneinheiten. Am Donnerstag wurde das ehrgeizige Projekt, über das die OVZ vorab schon berichtete, auf einer Pressekonferenz erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

Das Konstrukt, wie das 20 Millionen Euro teure Vorhaben in die Tat umgesetzt werden soll, ist hinreichend kompliziert. Das einer Erbengemeinschaft gehörende, über 9000 Quadratmeter große Grundstück wird von der Hentschke Bau GmbH aus Bautzen erworben, die zugleich Bauherr und Vorhabenträger ist. Nach Aussagen ihres Projektleiters Volker Böhme liegen die Kaufverträge bereits unterschriftsreif beim Notar. Für die Vermarktung der Wohnanlage zuständig ist die EMC Fair Business aus Gauting bei München. Wie ihr Vertreter Uwe Ehlers erklärte, ist man dabei schon fündig geworden. Das Pflegeheim wird die Unternehmensgruppe Casa Reha übernehmen, laut Ehlers federführend in Deutschland auf diesem Sektor. Aktuell betreibt Casa Reha, die inzwischen zur europaweit agierenden Korian-Gruppe aus Frankreich gehört, 71 Einrichtungen mit 11 000 Betten, zählt 6200 Mitarbeiter und hat einen Jahresumsatz von 270 Millionen Euro.

Volker Böhme und Uwe Ehlers präsentieren das Projekt

Volker Böhme und Uwe Ehlers präsentieren das Projekt.

Quelle: Mario Jahn

Das betreute Wohnen geht in die Hände von Advita, ebenfalls erfahren auf diesem Gebiet. In Altenburg sollen in den 60 bis 70 Wohneinheiten sowohl Plätze für selbstbestimmtes Wohnen, für Tagespflege, Demenzkranke als auch für intensiv betreutes Wohnen entstehen.

Dem Vorhaben liegt eine Analyse zugrunde, die für Altenburg aufgrund des demografischen Wandels einen wachsenden Bedarf für prognostiziert. Beim betreuten Wohnen gebe es derzeit in sechs Altenburger Einrichtungen sowie einer Frohburger, die ausgesprochen stark von Skatstädtern frequentiert wird, 243 Wohneinheiten. „In einer Telefonumfrage am 5. September hat sich ergeben, dass alle Häuser voll sind. Wer also jetzt einen Platz sucht, hat keine Chance“, argumentierte Ehlers. „Wenn 1,5 Prozent der Bevölkerung potenziell als Nutzer für das betreute Wohnen infrage kommen, entsteht ein Bedarf von 525 Plätzen. Den decken auch wir nicht ab.“ Gleiches gelte für Pflegeplätze. Im Einzugsgebiet von 15 Kilometer um Altenburg – aktuell gibt es hier zehn Einrichtungen mit 652 Betten – entstehe bis 2018 ein Bedarf von rund 200 Betten. Am Jahnpark entstehen aber nur 143.

Nach Aussagen von Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) habe das Landratsamt diese Gutachten weder bestätigen noch dementieren können. „Wenn wir also keine harten Fakten haben, kann ich mich auch nicht hinstellen und die einheimischen Anbieter schützen“, erklärte er mit Blick auf deren Sorgen angesichts der Konkurrenz durch den Jahnpark (die OVZ berichtete). „Es ist nicht meine Aufgabe, in den Wettbewerb einzugreifen.“ Entscheiden, ob es zumindest den ersten Schritt, einen Aufstellungsbeschluss für das Bauvorhaben gibt, muss der Stadtrat auf seiner Sitzung am 29. September.

Baubeginn könnte, wenn alles läuft wie geplant, im Frühjahr 2017 sein. Die Eröffnung ist laut Investor im dritten Quartal 2018, spätestens im ersten Quartal 2019 geplant. Entstehen sollen rund 120 neue Arbeitsplätze.

Von Ellen Paul

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