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Für Rittergut in Falkenhain werden zahlungskräftige Investoren gesucht

Visionär Für Rittergut in Falkenhain werden zahlungskräftige Investoren gesucht

Auf dem Gelände des ehemaligen Rittergutes Falkenhain möchte Visionär Johannes Dernbach ein Zentrum für kreative Regeneration schaffen. Neben einem Hotel mit 80 bis 100 Betten sowie Wellness-Bereich sollen Einrichtungen für Kunst und Künstler entstehen. Zur Finanzierung des Projekte braucht Dernbach allerdings rund 50 Millionen Euro. Dafür sucht er Investoren.


Quelle: Mario Jahn

Meuselwitz. Es bedarf einer gehörigen Portion Fantasie und viel Vorstellungsvermögen, will man den Visionen von Johannes Dernbach folgen. Denn er möchte das ehemaligen Rittergut Falkenhain zu einem Zentrum für kreative Regeneration umgestalten. Um auf dem 2,5 Hektar großen Areal mit mehreren historischen Gebäuden eine nach seiner Diktion einzigartige Mischung aus Wellnesshotel, kreativem Schaffensort und Therapiezentrum zu gestalten, gibt es seit Ende 2015 grünes Licht vom Meuselwitzer Stadtrat für die Erstellung eines entsprechenden Bebauungsplanes (die OVZ berichtete). Damit einher geht die Änderung des Flächennutzungsplanes. „Der Vorentwurf dieses Planes liegt bereits vor und soll im Mai bei der Stadt eingereicht werden“, teilte Dernbach jetzt mit.

Eigentümerin der Liegenschaft ist die Projektgesellschaft Rittergut Falkenhain UG, deren Geschäftsführer Johannes Dernbach das Areal bereits 2002 ersteigert hatte. Die Kosten für das Planverfahren trägt die Dernbach Immobilien GmbH aus Limburg bei Kassel (Limburg liegt in Südhessen an der Lahn, Kassel in Nordhessen), die als Projektentwickler des Rittergutes fungiert.

Das Projekt, das der OVZ vorliegt, sieht unter anderem vor, auf der Fläche des alten Rittergutes einen Hotelkomplex mit 80 bis 100 Zimmer sowie gegebenenfalls Appartements im Vier-Sterne-Standard mit hochwertigem Wellness- und Spa-Bereich zu errichten. Dafür soll der Innenhof unterkellert werden. Etwa 4000 Quadratmeter des Innenbereiches, so die Idee von Dernbach, könnten überdacht und mit Fotovoltaikanlagen versehen werden. Das wäre eine Variante, die gesamte Anlage energieautark zu machen, meint der Visionär, dem für das ehemalige Rittergut auch eine eigene Kläranlage vorschwebt.

Weiterhin sollen Einrichtungen für Kunst, Künstler und Kunsthandwerk im ehemaligen Kuhstallbereich entstehen. Zur Förderung der Künstler hatte sich bereits im vergangenen Jahr die Dernbach Stiftung gegründet. Beabsichtigt ist weiterhin die Schaffung von Restaurants sowie einer Event-Brauerei und -Brennerei. Das alles soll eingebettet sein in kreative Außenanlagen und gestaltete Grünbereich. In das Konzept will Dernbach nach eigenen Worten den angrenzenden Park und die Kirche einbeziehen.

Für zahlreiche auf dem Rittergutsgelände stehende Gebäude bedeutet das anspruchsvolle Unterfangen jedoch den Abriss. „Nach meinen Vorstellungen sollen lediglich Herrenhaus und Stallgebäude erhalten bleiben, sofern dies möglich und wirtschaftlich vertretbar ist“, betont der Hesse. Nach ersten Überlegungen könnte sich links ans Herrenhaus der Hotelkomplex anschließen.

Dernbach, der nach eigenen Angaben ein erfahrene Bauingenieur ist, der schon weltweit im Einsatz war, ist für die Umsetzung seiner Pläne bereits auf der Suche nach Investoren, sprich Geldgebern. Denn für das kühn anmutende Projekt geht er von Kosten in Höhe von bis zu 50 Millionen Euro aus.

Der Baufachmann hatte das Areal vor 14 Jahren nur in einem Katalog gesehen und es von der Treuhand ersteigert. Vor etwa acht oder neun Jahren habe er schon einmal versucht, das ehemalige Rittergut wieder mit Leben zu erfüllen. „Damals wollte ich hier Gebäude für betreutes Wohnen schaffen. Doch der Flächennutzungsplan der Stadt Meuselwitz sah das nicht vor. Heute denkt man anders darüber“, erzählt Dernbach.

Von Marlies Neumann

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