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Altenburg Für den Göpfersdorfer Bürgermeister war 2018 kein 0815-Jahr
Region Altenburg Für den Göpfersdorfer Bürgermeister war 2018 kein 0815-Jahr
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19:12 10.01.2019
Klaus Börngen auf dem Innenhof des Quellenhofes, der im Jahr 2018 gepflastert wurde. Quelle: Jörg Reuter
Göpfersdorf

Für den Außenstehenden wirkte das Jahr 2018 in Göpfersdorf mehr als turbulent. Erst die Sorge, dass eine der finanziell stärksten Gemeinden des Kreises keinen ausgeglichenen Haushalt aufstellen kann. Wenig später die Diskussion um die Gebietsreform, gegen die sich der Göpfersdorfer Gemeinderat vehement gewehrt hat. Dazu die ausführlichen Diskussionen um die Sanierung des Innenhofs im Quellenhof. Doch Bürgermeister Klaus Börngen (Heimatverein) wiegelt ab.

Das meiste Geld floss 2018 in den Quellenhof

„Sicher, das war kein 0815-Jahr, aber wir hatten auch schon andere aufregende Jahre“, sagt er zur OVZ. Zum Beispiel habe sich die finanzielle Situation im Laufe der Zeit entspannt. „Richtig ist: 2018 war das fünfte Jahr in Folge, in dem wir keine Schlüsselzuweisung vom Land bekommen haben. Deshalb war es Ende 2017 unklar, ob wir alle Maßnahmen umsetzen können, die wir uns für 2018 als Investition vorgenommen hatten“, relativiert er die Geldsorgen der Kommune. Und letztlich wurde es auch gar nicht so eng.

Denn der Breitbandausbau in Garbisdorf und die Erneuerung der Straßenbeleuchtung in Göpfersdorf wurden nicht umgesetzt. Im ersten Fall ist das Verfahren, um das sich das Landratsamt kümmert, noch nicht so weit gediehen. Im anderen Fall hat der Netzbetreiber, Mitnetz-Strom, die Bauarbeiten verschoben. Damit waren Mittel auch für den Quellenhof frei. Weshalb die schwere Geburt, die Erneuerung des Innenhofes, 2018 abgeschlossen wurde. Mit 210 000 Euro seien die Gesamtkosten zudem einigermaßen im Rahmen geblieben. „Der Quellenhof spielt immer eine Sonderrolle. Dort investieren wir erst, wenn nach allen anderen Ausgaben noch Mittel da sind. Das ist das Sahnehäubchen, das wir uns leisten, weil wir eben verhältnismäßig hohe Steuereinnahmen haben.“

Keine Probleme zwischen Nobitz und Göpfersdorf

Nicht zuletzt diese Ausgangssituation veranlasste den Gemeinderat, gegen eine Fusion mit Nobitz zu stimmen. „Es ist ja bekannt, dass ich eine andere Auffassung habe, und ich halte es nach wie vor nicht für die optimale Lösung. Aber ich bin Demokrat genug, die Entscheidung zu akzeptieren.“ Nach einem halben Jahr Verwaltung durch Nobitz sieht Börngen keine Probleme. Er arbeite gut mit der Verwaltung in Nobitz zusammen, wie beispielsweise beim Förderprogramm Dorferneuerung, in welches das Wieratal 2018 aufgenommen wurde. „Natürlich ist es jetzt etwas anspruchsvoller, weil einfach das Ausbildungsniveau der Mitarbeiter dort höher ist, als es bei uns in der VG war.“

In diesem Jahr stehen laut Bürgermeister an erster Stelle jene Investition, die 2018 nicht erledigt wurden. „Wir hoffen, dass 2019 der Breitbandausbau losgeht. Dafür halten wir 5000 Euro Eigenanteil bereit.“ Zudem steht die mehrfach verschobene Erdverkabelung der Stromleitungen durch die Envia Tochter Mitnetzstrom an. Im Zuge der Arbeiten muss die Gemeinde die Straßenbeleuchtung vollständig erneuern. Dafür werden 30 000 Euro im Etat 2019 veranschlagt, der gerade erarbeitet werde.

Investiert wird in den Quellenhof, aber nicht in den Dorfberg

„Weitere 5000 Euro geben wir für die Umstellung der Feuerwehr auf Digitalfunk aus.“ Für einen ähnlichen Betrag stehen darüber hinaus Oberflächenbehandlungen auf einigen Kilometern Gemeindestraßen an. In jedem Fall nicht angegangen werde demgegenüber der Straßenbau auf dem Dorfberg in Göpfersdorf. Wenig Spielraum wiederum gebe es beim Quellenhof, wenn bis zum Tag des Denkmals das Heimatmuseum in der Scheune eröffnet werden soll. Bis dahin müsse unbedingt einiges am Innenausbau erledigt werden. „Es ist notwendig, Wände zu stellen, damit Besucher nicht überall hinspazieren können. Und es muss in der Scheune die Elektrik installiert werden“, nennt Börngen die wichtigsten Ziele.

Von Jörg Reuter

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