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Altenburg Für intakte Straßen gibt es Geld, für marode nicht
Region Altenburg Für intakte Straßen gibt es Geld, für marode nicht
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21:14 20.04.2015
Wird seit Montag saniert. Die B 7 bei Schmölln. Quelle: Mario Jahn
Schmölln/Fockendorf

Die Straße gehört dem Kreis, dem Landratsamt ist der miserable Zustand seit Jahren bekannt. Gern würde die Behörde die Straße sanieren, doch sie kann es nicht. Es fehlt das Geld. Das gilt im Übrigen für viele andere Straßen, die sich im Eigentum des Kreises befinden. Erst auf einer Bürgerversammlung in der vergangenen Woche in Heukewalde hatte sich Ex-Bürgermeister Lutz Wolf mit seiner Frage darüber lustig gemacht, ob denn Autofahrer aus Richtung Posterstein den Weg in sein Dorf unbeschadet überstanden hätten. Etliche Bürgermeister und Kreisräte beanstanden seit Jahren den desolaten Zustand vieler Abschnitte, meist ohne Erfolg. Der Kreis kann nur an ganz wenigen Abschnitten tätig werden.

Im Vergleich der Kreisstraße zwischen Pahna und Fockendorf ist die Bundesstraße 7 zwischen Schmölln und Großstöbnitz in einem Top-Zustand. Unterschiedlicher können Gegensätze kaum sein, was Straßen betrifft. Denn die Bundespiste ist glatt und eben, hat kaum Risse und schon gar kleine Schlaglöcher. Vielleicht hier und da ein paar leichte Spurrillen. Doch selbst die schrecken zum Beispiel Motorradfahrer nicht, ab und an auf ihren Maschinen so richtig Gummi geben. Eine solche Straße wäre der Traum vieler Bürgermeister.

Einigen aber ist sie zu schlecht, viel zu schlecht. Denn seit gestern wird der drei Kilometer lange Abschnitt auf 15 000 Quadratmetern abgefräst und bekommt danach eine nigelnagelneue Asphaltdecke. Inklusive Markierung und Verkehrssicherung kostet das etwa 201 000 Euro. Das alles zahlt der Steuerzahler, nur dass im Falle der B 7 der Bund Eigentümer ist. Und der scheint das Geld zu haben, im Gegensatz zum Kreis, dem es für seine kaum noch befahrbaren Straßen fehlt.

Allein diese beiden Beispiele zeigen die seit Jahren beklagten miserablen Finanzausstattungen des Bundes für seine Länder, die deswegen ihren Kommunen immer weniger geben können.

Wenn die B 7 jetzt für zehn Tage voll gesperrt wird, braucht der Bund Umleitungen. Diese führen aus Schmölln über die Bergstraße nach Altkirchen und über die Eisenberger Landstraße nach Göhren und weiter nach Altenburg. Aus der Skatstadt kommend führt der Weg über Gößnitz und Nitzschka nach Schmölln.

Dies alles sind Landstraßen. Kreisstraßen sind von der offiziellen Umleitungsstraße zum Glück nicht betroffen. Sie sind zu schlecht und wären der Belastung nicht mehr gewachsen.

Jens Rosenkranz

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