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Altenburg Funk-Trafostation in Betrieb - Envia installiert moderne Technik in Tegkwitz / Oberleitung verschwindet
Region Altenburg Funk-Trafostation in Betrieb - Envia installiert moderne Technik in Tegkwitz / Oberleitung verschwindet
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20:44 16.11.2012
Genau nach Plan arbeiten die Techniker der Envia beim Anschluss der neuen funkgesteuerten Trafostation. Sie ersetzt die alte (l. hinten) aus den 1960er-Jahren. Auch die Oberleitungen haben ausgedient, sie wurde durch Erdkabel ersetzt. Quelle: Mario Jahn
Tegkwitz

Von Jörg Reuter

Andreas Polster, Leiter des Anlagenmanagements der Envia Netzregion West-Sachsen, war persönlich vor Ort, um beim Anschluss und der Inbetriebnahme des Gerätes selbst Hand anzulegen. "Das ist die zweite Anlage dieser Art im Landkreis Altenburger Land", erklärt er. Vor wenigen Wochen ging ein baugleicher Trafo in Löbichau ans Netz. Damit sind jetzt insgesamt vier solcher fernsteuerbaren Schaltstellen in der Netzregion West-Sachsen in Betrieb, zu der auch das Altenburger Land gehört. Die ersten zwei kamen im vergangenen Jahr im Rahmen eines Pilotprojektes zum Einsatz. "Das ist die Zukunft", meint der Envia-Mann.

Die neue Technik - rund 50 000 Euro kostet ein solcher Trafo den Netzbetreiber - wird an ausgewählten Leitungsknoten installiert. "Der Vorteil ist, bei einem Störfall oder bei Wartungsarbeiten an den Stromleitungen können über das Handynetz per Funk Leitungsstränge zu- beziehungsweise abgeschaltet werden. Früher musste dafür immer erst ein Techniker zu den Transformatoren fahren", erläutert Polster.

Er rollt eine große Karte aus und tippt mit dem Finger auf das Linienwirrwarr. In Tegkwitz würden drei Mittelspannungsleitungen, zwei aus dem Umspannwerk Altenburg und eine vom Umspannwerk Meuselwitz, aufeinandertreffen. Besonders günstig für eine solche Schaltstelle, denn so könnte ein Strang lahmgelegt werden, aber gleichzeitig die Endverbraucher ungestört am Netz bleiben. Immerhin betrifft das im Fall des Trafos in Tegkwitz fast 4000 Envia-Kunden.

"Unser internes Ziel ist es, bei einer Störung binnen zwei Stunden das Problem zu beheben", so Polster. Mit der Funksteuerung käme man dieser Zielsetzung sehr nah. Damit spricht er einen weiteren Grund für die Installation des Gerätes in Tegkwitz an: die Störungshäufigkeit. In der Vergangenheit seien im Altenburger Land vergleichsweise viele Störungen aufgetreten, gibt Polster zu. Eine schlüssige Antwort auf die Frage nach dem Warum bleibt er aber schuldig. Da gebe es viele Gründe, einer sei beispielsweise die rege Bautätigkeit in der Region. Wo viel gebaggert wird, sei eben das Risiko für Beschädigungen der Leitungen hoch.

Stichwort Bau - auch ein Grund, warum genau jetzt die Trafostation ausgetauscht wurde. Im Zuge der Straßensanierung zwischen Tegkwitz und Kreutzen erneuerte die Envia dort ihre Leitungen. "Wir haben in den vergangenen Wochen 620 Meter Mittelspannungsleitungen, die bis 20 000 Volt führen, und 500 Meter Hausanschlüsse, das sind Niederspannungsleitungen, in denen bis 400 Volt fließen, verlegt." Etwa 130 000 Euro inklusive des neuen Trafos umfasst die Gesamtinvestitionssumme der Envia. Sie schließt auch den Abriss der alten rund 3,5 Kilometer langen Freileitung ein.

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