Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 15 ° Regenschauer

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Fusionsprämie: Saara und Nobitz erhalten Geld auf Widerruf

Fusionsprämie: Saara und Nobitz erhalten Geld auf Widerruf

In die Fusion von Nobitz und Saara ist überraschend Bewegung gekommen. Die Bürgermeister Hendrik Läbe (SPD) und Stephan Etzold (CDU) erfuhren jetzt, dass die versprochene "Hochzeitsprämie" noch 2011 überwiesen wird.

Nobitz/Saara. Ein wenig müssen sich Läbe und Etzold wie Skatspieler gefühlt haben, die unverhofft in den gedrückten Karten einen Buben fanden. "Ich hab es erst gar nicht glauben wollen", erzählt Saaras Ortschef. Sein Nobitzer Amtskollege meint, von ihm sei eine Last abgefallen, als er hörte: Das Land überweist noch in diesem Jahr die zugesagte Hochzeitsprämie, welche den Gemeinden vom Land für freiwillige Zusammenschlüsse versprochen wurde.

Ob die beiden heiratswilligen Bürgermeister damit nun den alles entscheidenden Trumpf in ihren Händen halten, wissen sie aber nicht. Denn die Positionen der Koalitionäre in der Thüringer Landesregierung sind nach wie vor unverändert. Die SPD bleibt bei ihrem Nein zur Fusion der Gemeinden mit dem Verweis auf die Zukunftsfähigkeit der Stadt Altenburg. Demgegenüber pocht die CDU weiter darauf, wer sich freiwillig binden will, soll dies ungehindert tun (OVZ berichtete). Daran ändere sich auch nichts, wenn die 650 000 Euro auf dem Konto gutgeschrieben sind, womit die Bürgermeister noch in dieser Woche rechnen. "Der Haken ist, wenn wir nicht fusionieren dürfen, dann müssen wir das Geld verzinst zurückgeben", erläutert Etzold.

Ungeachtet dessen wollen die Gemeindechefs die Karte spielen und zwar als Trumpf. "Das Geld ist bereits verplant, damit können dringend notwendige Straßensanierungen durchführt werden", erklärt Läbe. So soll im Ortsteil Zumroda die Kanalisation komplett erneuert werden, was dringend notwendig sei, so Etzold. Rund 350 000 Euro werde die Maßnahme kosten. Auch in Nobitz müssen Straßen unbedingt gemacht werden. Ganz besonders wichtig sei der Siedlungsweg in Ehrenhain, der momentan nur als Schotterpiste existiert. Auch könnte endlich die Remsaer Straße in Wilchwitz saniert werden, zählt Läbe auf.

Die Bürgermeister verweisen darauf, dass sie wie versprochen die Hochzeitsprämie für Investitionen nutzen. Jene seien aber ohne das Geld unmöglich, betonen sie. Läbe: "Wer das verhindert, darf nicht wieder gewählt werden."

-Standpunkt Seite 11

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Altenburg
  • Jahrtausendflut 2002

    Entlang von Mulde, Elbe und Pleite brach im August 2002 eine verheerende Flutkatastrophe herein. Die LVZ zeigt eine Bestandsaufnahme. mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • Sparkassen Challenge
    Logomotiv der Sparkassen Challenge 2017

    "Sport frei!" heißt es auch 2017 bei zahlreichen Wettkämpfen der Sparkassen-Challenge. Alle Events mit vielen Fotos finden Sie hier! mehr

  • Gutes von hier

    Das regionale Schaufenster mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Leipziger Raum - von traditionell bis innovativ. Gutes von hier eben! mehr

  • LVZ-Sommerkino im Scheibenholz
    LVZ Sommerkino im Scheibenholz: Alle Infos zu Filmen, Ticketverkauf und dem Rahmenprogramm.

    Das LVZ-Sommerkino lud wieder zu unterhaltsamen Filmabenden ins Scheibenholz ein. Sehen Sie hier einen Rückblick in Fotos und Geschichten. mehr

  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2017
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 13. LVZ-Fahrradfest lud am 14. Mai 2017 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Fotos, Videos und Infos finden Sie in unserem Sp... mehr