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Fußball-Paradies für den ZFC

„Schlagzeilen aus 25 Jahren“ Fußball-Paradies für den ZFC

OVZ-Serie „Schlagzeilen aus 25 Jahren“: Im Juli 2004 wurde die Bluechip-Arena eingeweiht. ZFC-Präsident Hubert Wolf blickt zurück und wagt einen Blick in die Zukunft.

Hubert Wolf vor der Kulisse der heutigen Arena.

Quelle: Mario Jahn

Meuselwitz. Für die Fußballer in und um Meuselwitz war dieser Freitag, der 23. Juli 2004, ein ganz großer Tag. Damals wurde die Bluechip-Arena, Heimstatt des Regionalligisten ZFC Meuselwitz, feierlich eingeweiht. Mit einem Spiel gegen den damaligen Zweitbundesligisten Energie Cottbus, dem 2800 Zuschauer folgten – und das der damals frisch gebackene Oberliga-Aufsteiger ZFC mit 0:3 verlor. Einer der Väter dieses fußballerischen Schatzkästchens ist ZFC-Präsident Hubert Wolf. Mitsamt Fördermitteln wurden an der Glaserkuppe rund 3,34 Millionen Euro investiert.

An jenen Freitag, an dem für die Cottbusser noch der legendäre Ede Geyer an der Außenlinie stand, erinnert sich Hubert Wolf noch sehr gut. „Das gesamte Umfeld war ja noch wie Baustelle und musste noch gemacht werden. Für unsere VIP-Gäste hatten wir damals eigens ein Zelt errichtet, das aber bei dem einsetzenden Unwetter, gefährlich ins Wanken kam“, so Wolf. Auch die Einweihungsparty wurde wegen des Unwetters fünf Minuten eher beendet.

„In die Planungen sind wir schon ab 2001 gegangen. Im Jahr darauf kamen die entsprechenden Fördermittelzusagen, um das Stadion auf einen zeitgemäßen Zustand zu bringen“, so der ZFC-Boss. Dass beim Umbau in eine moderne Fußball-Arena auch die Laufbahn sowie die Anlagen für die Leichtathleten auf der Glaserkuppe verschwanden, störte zum Zeitpunkt des Umbaus nicht mehr. Denn zuvor hatte der Platz am Penkwitzer Weg, den bis jetzt auch die Meuselwitzer Schüler für ihren Schulsport nutzen, eine Tartanbahn sowie moderne Sprung- und Wurfanlagen erhalten.

Gebaut wurde und wird in der Bluechip-Arena immer noch: Das VIP-Zelt wurde durch das sanierte Vereinsheim abgelöst, in den Kabinentrakten zog ebenso die Moderne ein und es entstand noch eine überdachte Tribüne. Alles in allem hat die Arena aktuell eine Kapazität von 5200 Zuschauern. Weitere 160 000 Euro brachte der Verein auf, um das Stadion nach dem Aufstieg der Kicker in die Regionalliga im Jahr 2009 zu ertüchtigen. Historische Zuschauerrekorde erlebte man auf der Glaserkuppe in den Jahren 2010 sowie 2011, als erst im DFB-Pokal Bundesligist 1. FC Köln vor reichlich 9000 Zuschauern und ein Jahr später Bundesligist Hertha BSC vor reichlich 7700 Zuschauern ihre Visitenkarten abgaben. Damals wurden extra Zusatztribünen montiert.

„Wir haben dann auch weiterhin stetig am Ausbau des Geländes zu einem gut ausgestatteten Sportkomplex gearbeitet“, betont Hubert Wolf und erwähnt in diesem Zusammenhang das neue Heizhaus sowie die Fotovoltaikanlage aus dem Jahr 2013 sowie die Flutlichtanlage in der Arena, die Anfang 2015 ihre Feuertaufe bestand.

Nun spielt der ZFC schon seit acht Jahren in Deutschlands vierthöchster Liga und steht vor der neunten Spielzeit in Folge. Große Partien haben die Fans in dem Rund schon erlebt. Doch ehe in der neunten Regionalligasaison beim ZFC Meuselwitz wieder das Leder rollt, freut sich nicht nur Hubert Wolf auf einen besonderen Kracher: Am 18. Juli trifft um 18.30 Uhr in einem Benefizspiel der ZFC auf den Bundesligazweiten und Champions-League-Teilnehmer RB Leipzig. „Der Erlös aus diesem Spiel fließt ausschließlich in den weiteren Ausbau sowie die Erneuerung unserer Arena“, so Wolf.

Für 100 000 Euro will der Verein die 15 Jahre alte Matte des Kunstrasenplatzes erneuern und für 125 000 Euro soll ein weiterer Trainingsplatz für die Kinder- und Jugendteams hinter der überdachten Tribüne entstehen. „Dann sind wir eigentlich mit dem schrittweisen Aufbau des Komplexes durch“, sagt Hubert Wolf.

Und eines steht schon jetzt fest: Auch Energie Cottbus wird kommende Saison dort wieder auflaufen. Zu einem Pflichtspiel. Immerhin kicken die Lausitzer jetzt wie der ZFC in der Regionalliga Nordost. Wie auch der 1. FC Lok Leipzig, Chemie Leipzig oder der Berliner FC Dynamo fast schon zu alltäglich kingenden Namen geworden sind.

Von Jörg Wolf

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