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Fußballerinnen vom Friedrichgymnasium fahren zum Bundesfinale nach Berlin

Fußballerinnen vom Friedrichgymnasium fahren zum Bundesfinale nach Berlin

Im tanzenden Siegerkreis feierten die Fußballerinnen des Friedrichgymnasiums und intonierten lautstark den bekannten Fangesang: "Berlin, Berlin - wir fahren nach Berlin.

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Glücklich, aber geschafft: Die Fußballerinnen des Friedrichgymnasiums Altenburg mit Sportlehrer Sigurd Müller nach dem Triumph beim Landesfinale.

Quelle: Thomas Lahr

" Die Altenburgerinnen belohnten sich mit diesem Jubel nach einer sehr guten spielerischen und kämpferischen Leistung mit dem Turniersieg.

 

Auf dem Ernst-Abbe-Sportfeld des FC Carl Zeiss Jena fand das Landesfinale Thüringen im Fußball der Wettkampfklasse III (Jahrgang 2000 bis 2002) von "Jugend trainiert für Olympia" statt. Das Sportgymnasium Jena und die fünf Regionalsieger kämpften in Turnierform um die Qualifikation für das Bundesfinale. Die Spielzeit wurde auf jeweils zehn Minuten festgesetzt. Gegentore waren angesichts der kurzen Spieldauer also nur schwer zu korrigieren. Höchste Konzentration von Anfang an war also gefragt.

 

Die Auslosung brachte den Altenburgerinnen im ersten Spiel gleich den "dicksten Brocken" - das Sportgymnasium Jena. Der Sekundenzeiger hatte seine erste Runde noch nicht vollendet, da schlug es schon im Tor der Friedrichgymnasiastinnen ein. Dies war das einzige Mal im Turnier, dass Torhüterin Adina Heller den Ball aus dem Netz holen musste. Trainer und Betreuer munterten die Mannschaft auf, damit die Köpfe nicht zu sehr nach unten gingen. Nach diesem Anfangsschreck verhinderten die Friedrichgymnasiastinnen kampfstark weitere Gegentreffer. Kurz vor Spielende hatte Nelly Juckel fast den Ausgleich auf dem Fuß. Doch die Jenaer Torhüterin lenkte den guten Fernschuss an den Pfosten.

 

Das Königin-Luise-Gymnasium Erfurt war der zweite Gegner. In diesem ausgeglichenen Spiel gelang Stürmerin Jenny Busch der Siegtreffer. Nach einem Eckstoß drückte sie unter Bedrängnis aus Nahdistanz den Ball über die Linie. Mit Glück und Geschick verteidigte die Abwehr um Kapitän Vivien Klöppel den knappen Vorsprung. Nun kam es zu einer entscheidenden Wende im Turnier. Die Erfurterinnen bezwangen in der nächsten Runde mit einem Kontertor und einer sehr guten Abwehrleistung das Sportgymnasium Jena. Damit war der Turniersieg auch für die Altenburgerinnen wieder möglich.

 

Dies beflügelte die Mannschaft sichtlich. Das Melanchthon-Gymnasium Gerstungen wurde in der dritten Begegnung klar mit 3:0 bezwungen. Dank der fachkundigen Hilfe und moralischen Unterstützung von Schulleiter Thomas Lahr spielte die Mannschaft engagiert weiter und der Turniersieg rückte näher, denn das Sportgymnasium Jena leistete sich noch ein Unentschieden gegen das Rhöngymnasium Kaltensundheim. Die Friedrichgymnasiastinnen bestimmten auch ihre vierte Partie und gewannen gegen das Herder-Gymnasium Nordhausen verdient mit 1:0.

 

Nur ein Sieg im letzten Spiel bedeutete die Qualifikation fürs Bundesfinale. Mit dem Anpfiff sah man in den Augen und an der Körpersprache die Entschlossenheit der Friedrichgymnasiastinnen. Die Mannschaft vom Rhöngymnasium Kaltensundheim wurde permanent in die eigene Hälfte gedrängt. Im Mittelfeld angetrieben von Alisia Stock und Annabella Tänzler erspielten sich die Altenburgerinnen Großchancen im Minutentakt. Es war sprichwörtlich zum Haare raufen. Sollte der erlösende Treffer etwa ausbleiben?

 

Zwei Minuten vor Schluss war das Rhöngymnasium vor das Altenburger Tor gelangt. Nelly Juckel erkämpfte sich den Ball in der eigenen Hälfte und nutzte diese Konterchance. Nach einem langen Sprint lief sie allein auf das gegnerische Tor zu, verzögerte gekonnt den Schuss und schob den Ball ins lange Eck. Der Rest ging im Jubel über einen der größten sportlichen Erfolge des Friedrichgymnasiums unter. Nun wartet das Bundesfinale Ende September in Berlin!

Sigurd Müller

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