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Gäste verschreckt

Gäste verschreckt

Altenburg (G.N.). Manchmal betätigt sich der Friseurmeister und Pro-Altenburg-Chef Peter Müller als Freizeitgärtner. Dann gießt er die Pflanzen in der gleich neben seinem Salon in der Berggasse gemeinsam mit der Stadt angelegten Grünanlage.

Und hat dabei immer wieder Negativ-Erlebnisse.

 

Denn Touristen und Einheimische fragen regelmäßig, wie sie in die gegenüber gelegenen Roten Spitzen hineinkommen. Ein Schild schickt sie zwecks Kartenkaufs erst einmal aufs Schloss. Anschließend dürfen sie zurückwandern, um zu ihrer Führung zu kommen. Kopfschütteln und lange Gesichter seien noch die harmloseren Reaktionen, berichtet Müller. "Die Kommentare über diesen Unsinn sprechen für sich."

 

Pro Altenburg machte den Zustand deshalb jetzt per Pressemitteilung offiziell. Mit großem Jubel waren die Roten Spitzen nach 41 Jahren Mitte Juni wieder eröffnet worden. Das Wahrzeichen Altenburgs sei zu Recht in die Liste der national bedeutsamen Kulturdenkmäler aufgenommen worden, rund 3,5 Millionen Euro flossen in den Stauferbau.

 

Doch schon in der Juli-Stadtratssitzung habe man auf die nicht haltbaren Zustände bei der Vermarktung hingewiesen. "Die jetzige Situation wird weder der Bedeutung der Roten Spitzen noch dem bisher geleisteten Aufwand gerecht", kritisiert Pro-Altenburg-Pressesprecher Tom Hornig.

 

Das Prozedere sei im höchstem Maße besucherunfreundlich und stehe dem eigentlichen Sinn der Öffnung der Roten Spitzen kontraproduktiv gegenüber. "Insbesondere ältere Besucher, welche einen Großteil der Interessierten stellen, haben bereits Probleme mit der Berggasse. Eine Umkehr zum ebenfalls erhöht gelegenen Schloss und die anschließende Rückkehr sind oftmals eine Belastung, die eine weitere Besichtigung nicht wert erscheinen lässt", heißt es in der Presseinformation.

 

Pro Altenburg erwarte vom Oberbürgermeister ein schnelles Eingreifen. Für eine Übergangsphase sollten zu den Öffnungszeiten des Museums auch an den Roten Spitzen eine Begrüßung der Gäste, der Verkauf der Eintrittskarten und Führungen möglich sein.

 

"Die Roten Spitzen sind, wie alle Kulturstätten, auf zahlende und zahlreiche Besucher angewiesen. Dafür sollten die Bedingungen geschaffen werden. Andernfalls wird riskiert, dass das Erreichte verloren geht und die Roten Spitzen eröffnet wurden, um sie früher oder später wieder zu schließen."

Günter Neumann

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