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Altenburg Ganz Starkenberg sieht Elefanten
Region Altenburg Ganz Starkenberg sieht Elefanten
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17:23 11.03.2018
Zirkusdirektor Hardy Weisheit war gestern für die OVZ nicht zu sprechen und mithin die Elefantenkühe – gestern im Stall – nicht zu fotografieren. Quelle: Archiv
Starkenberg

Klar, es kann schon mal passieren, dass einem die eigenen Sinne einen Streich spielen und das Gehirn glaubt, Dinge zu sehen, die es so nicht gibt. Das ist nichts ungewöhnliches. Aber was ist, wenn gleich ein ganzes Dorf Elefanten sieht? Für die junge Mutter, die in den sozialen Medien der Grundschule Posa über ihre verstörende Elefanten-Sichtung nach einem Zahnarztbesuch berichtete, war es erst einmal eine echte Beruhigung. Denn für den Moment glaubte sie, der Mediziner hatte statt zum Schmerzmittel zum Halluzinogen gegriffen. Immerhin, der, der rosa Elefant sieht, gilt im Englischen als volltrunken oder abgetaucht im LSD-Rausch.

Doch das war es nicht, und es ist auch nichts im Wasser, wie die OVZ bei ihren Nachforschungen um den mysteriösen Elefanten herausgefunden hat. Jedoch stimmt an der Geschichte der Mutter auch etwas nicht, ergab sich weiter. Es handelt sich nämlich nicht um einen Elefanten, der in Starkenberg zu sehen ist, sondern um drei Elefantenkühe. Konkret um drei Afrikanische und eine Indische, erklärt ein Mitarbeiter des Zirkus Afrika, der sich für einige Zeit auf einem privaten Gelände im Ortsteil Kostitz einquartiert hat. Und der Zirkus hat nicht nur die Dickhäuter mitgebracht, sondern insgesamt an die 40 Tiere vom Pony über Araber-Pferde bis hin zu Kamelen, einem Albino-Esel und einem Zebroid.

Bürgermeister Wolfram Schlegel (Die Regionalen) wurde am Wochenende von den Grundstückseigentümer informiert, dass ein Zirkus in der Gemeinde untergekommen ist. Begeistert ist er nicht unbedingt. „Aber ich weiß auch, dass es Zirkusleute nicht einfach haben. Und irgendwo müssen sie überwintern. Ob es unbedingt Starkenberg sein muss, steht auf einem anderen Blatt. Wichtiger ist mir aber, dass die Tiere nun artgerecht gehalten werden und für die Bevölkerung keine Gefahr besteht.“ Deshalb habe er auch die Verwaltung beauftragt, den Sachverhalt zu prüfen. Ansonsten sei die Kommune raus, weil die Unterbringung ein Geschäft zwischen Privatpersonen und Zirkus ist. Nichtsdestotrotz hätte es der Bürgermeister für anständig erachtet, wenn die Zirkusleute kurz bei ihm „Hallo“ gesagt hätten.

Von Jörg Reuter

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