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Altenburg Ganz viel Gans
Region Altenburg Ganz viel Gans
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20:02 21.12.2012
Altenburg

Von Jenifer Hochhaus

"Seit Februar", antwortet René Friedemann, Koch und Teilinhaber des Altenburger Ratskellers, lachend auf die Frage, ob sein Restaurant schon ausgebucht ist. "Das ist aber auch kein Wunder: Viele bestellen zum diesjährigen Weihnachtsessen bereits fürs nächste Jahr." Natürlich nur, wenn es ihnen schmeckt. Und damit das so ist, hat Friedemann eine Festtagskarte zusammengestellt, die sowohl die Klassiker als auch außergewöhnliche Speisen beinhaltet.

"70 Prozent der Gäste essen am ersten Weihnachtstag Gans", sagt der Experte. Für die restlichen 30 gibt es Ente, Wild, Fisch oder Fleischgerichte als Hauptspeise. "Bei Schwein, Rind und Hähnchen variieren wir immer ein wenig." Das heißt, neben Rotkohl und Klößen werden andere Beilagen wie Pilze gereicht. Zudem können die Gäste zum Beispiel Thunfisch-Carpaccio als Vorspeise essen. Und zum Dessert gibt es unter anderem Marillenknödel mit Mohnbutter.

Auch im Meuselwitzer Hotel am Hainbergsee soll ein winterliches Dessert die Gäste verwöhnen: Ein Vanilleeis mit Winterpflaumen in Amaretto und Spekulatius wird gereicht. Zuvor gibt es vor allem klassische Festtagsgerichte wie Wild, Fischplatte, Flugente und Kurzgebratenes. Dazu werden selbstverständlich hausgemachter Rotkohl und Thüringer Klöße serviert. "Wir haben ausgetestet, welche Gerichte besonders gut ankommen", erklärt Inhaberin Nadja Herrmann die Auswahl. "Das sind einfach Erfahrungswerte." Und deswegen schaffen es auch immer mal wieder neue Speisen auf die Weihnachtskarte: "Dieses Jahr ist Rinderzunge gut angekommen, deshalb gibt es das auch an den Feiertagen."

Apropos Rinderzunge - die wird in gepökelter Form auch im Kertscher-Hof in Gleina, gemeinsam mit Rosenkohl, Schwarzwurzeln und Petersilienkartoffeln, serviert. "Und mit zerlassener Butter, die gehört dazu", sagt der stellvertretende Geschäftsführer Rick Hochmuth und erklärt die Zusammenstellung der Feiertagsgerichte: "Wir setzen auf Klassiker, die bei unseren Gästen sehr gut ankommen." Dazu gehören neben Gans und Ente auch Wildschweinkeule und Rinderbrust. "Vor allem Bratengerichte werden gern gegessen", sagt Hochmuth. "Es soll deftig, aber auch edel sein."

Die Klassiker der Weihnachtsküche werden im Gasthaus Gesecus in Altenburg ebenfalls serviert. "Gans, Ente, Wild und Fisch", fasst Inhaberin Silvia Meyer die Karte zusammen. "Als Beilagen gibt es natürlich hausgemachte Klöße und Apfelrotkohl." Als I-Tüpfelchen wird als Vorspeise eine klare Brühe mit Eierstich und Gemüse gereicht, als Nachtisch bereitet der Koch ein Erdbeerparfait zu. "Etwas Leichtes reicht zum Dessert", sagt Meyer. "Es soll das Menü abrunden."

Wie bei Gesecus kennt man auch im Altenburger Hotel am Roßplan die Klassiker, die bei den Gästen jedes Jahr beliebt sind. "Gänsebraten, Bauernbraten, Wildgerichte und auch Fisch stehen auf der speziellen Festtagskarte", sagt Inhaberin Sylvia Mielisch.

Und wie sollte es anders sein: Auch im Gasthof Rositz kann man ganz viel Gans essen. Ergänzt wird die Karte durch Flugentenkeule, Rinderrouladen, Wildschwein und Hirschbraten. "Es sind klassische thüringische Gerichte, die sehr beliebt sind", sagt Chef Ronny Seltmann. "Vor Jahren haben wir mal Bison, Känguru und Springbock ausprobiert, aber das kommt in dieser Gegend nicht so gut an." Deshalb wird auch bei den Beilagen auf Traditionelles wie Apfelrotkohl und Klöße gesetzt. Schnitzel und Pommes hingegen seien besonders bei jungen Leuten beliebt, so Seltmann.

Und für alle, die dieses Jahr keinen Tisch mehr bekommen haben, hat der Gastronom einen Tipp: "Gleich nach Weihnachten fürs nächste Jahr bestellen." Na dann, Guten Appetit!

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