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Altenburg Gartenjubiläen in Altenburg und Rositz gefeiert
Region Altenburg Gartenjubiläen in Altenburg und Rositz gefeiert
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00:21 24.08.2017
Nach der Festveranstaltung steht in der 130-jährigen Anlage „Bauhof I“ der Rundgang an. Und da packt Bodo Ramelow gleich mit an. Rote Kartoffeln sind für den Linken ja auch unwiderstehlich. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg/Rositz

Gleich zwei Gartenanlagen im Kreis haben am Wochenende groß Jubiläum gefeiert: Die Anlage „Bauhof I“ in Altenburg beging ihr 130-jähriges Bestehen und ist damit die älteste Sparte in ganz Thüringen. Und die Anlage „Pflaumenberg“ in Rositz blickt auf eine ebenfalls nicht zu verachtende 70-jährige Geschichte zurück.

Die Anspannung stand Dieter Seifert, dem Chef der „Bauhof I“, am Vormittag schon ein wenig ins Gesicht geschrieben. „Ja, ein wenig aufgeregt bin ich schon“, gestand Seifert, der seit 2001 der 55 Parzellen umfassenden Sparte vorsteht. Kein Wunder: Immerhin hatte sich neben zahlreicher lokaler Politprominenz zu diesem einzigartigen Jubiläum auch Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) angesagt.

„Wenn eine Kleingartenanlage Geburtstag feiert, dann ist es nicht normal, dass ein Ministerpräsident kommt“, meinte er dann auch selber. „Aber für die älteste Kleingartenanlage in ganz Thüringen und eine der ältesten in ganz Deutschland, ja der Welt, da unterbreche ich sogar meinen Urlaub“, so Ramelow. Aus gutem Grund: Das Kleingartenwesen sei auch ein gewichtiges Stück Kulturgut, „ein Stück der Arbeitergeschichte“, wie er hervorhob.

Zugleich lobte er den in Altenburg beim Kleingartenwesen eingeschlagenen Weg der Kommune, mit eingenommenen Pachten zukunftsträchtige Sparten zu unterstützen, um sie attraktiver zu machen. „Das ist schon bemerkenswert, dass hier in Altenburg der Altenburger Weg kreiert wurde“, meinte Ramelow anerkennend.

So sah es auch Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD): „Ich habe hier im Bauhof I zwar keinen Garten, aber sehr viele Freunde gewonnen. Und alles, was wir hier hineinstecken, wird uns um ein Vielfaches zurückgezahlt“, erklärte das Stadtoberhaupt, der an Spartenchef Seifert eine Patenschaftsurkunde für einen im Inselzoo lebenden Uhu übergab, für dessen Hege und Pflege die ganze Anlage künftig aufkommt. Auch so ein Stück des Zurückgebens.

Bei einem Rundgang in der liebevoll gepflegten Anlage mit ihren zahlreichen historischen Lauben war Ramelow dann sichtlich beeindruckt. „Ich war ehrlich überrascht, dass wirklich aus fast allen Gärten Mitglieder schon bei unserer Festveranstaltung dabei waren. Das zeigt ja auch den guten Zusammenhalt“, meinte Seifert. Und das sich anschließende Fest sei ebenso gut verlaufen: Egal, ob Kinder oder Erwachsene – alle wurden super unterhalten. Dieter Seifert hebt dabei nur den Auftritt eines Falkners hervor, der besonders bei den kleinen Gästen gut ankam.

Ein paar Kilometer weiter nördlich ließ sich zwar die hohe Politprominenz nicht blicken, es wurde aber ebenso ausgelassen gefeiert: Die Rositzer Sparte „Pflaumenberg“ besteht seit 1947, also seit 70 Jahren. Hier kam das Lob unter anderem von Bürgermeister Steffen Stange (parteilos), der selbstverständlich vorbei schaute: „Die Mitglieder sind ungemein rege und bringen sich auch aktiv ins Gemeindeleben ein. Beispielsweise bei unserem Tag der Umwelt sind sie immer mit dabei.“

Detlef Dehmel steht der Sparte mit 66 Mitgliedern und 70 Parzellen mit kurzen Unterbrechungen seit der Wende vor. Und dieses Jubiläum geht in die Annalen ein. „Ich war positiv überrascht, dass so viele Auswärtige vorbei kamen, obwohl ja rundherum viel los war“, sagt er. Aber das unter der Regie von Anke Hahne vorbereitete Programm mit einer Bauchtänzerin und Feuershow sowie Playback-Sängerin am Abend und diversen Vorführungen am Tage sei super angekommen. „Der örtliche Hundesportverein, die Judoka und die Cheerleader des ZFC sowie der Altenburger Spielmannszug haben für ordentlich Stimmung gesorgt.“ Und auch die Kinder kamen mit dem Spielmobil aus Altenburg sowie Ponyreiten nicht zu kurz.

Dass die Gäste einfach viel Lust zum feiern hatten, bewies Dehmel die Tatsache, dass die Organisatoren am Abend noch schnell in die Gaststätte nach Molbitz mussten, um ein weiteres Fass Bier zu besorgen. „Es war einfach ein richtig rundes und gelungenes Jubiläum.“

Von Jörg Wolf

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