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Altenburg Gartenschau-Kommission nimmt Altenburg unter die Lupe
Region Altenburg Gartenschau-Kommission nimmt Altenburg unter die Lupe
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00:18 26.05.2017
Landschaftsplaner Michael Dane (r.) erläuterte der Kommission und OB Michael Wolf die Planungen für die Landesgartenschau – hier am Steinbruchteich. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Endspurt in der Altenburger Bewerbung um die Landesgartenschau 2024: Eine Kommission der Landesregierung war am Montag – nach Stationen in Mühlhausen, Leinefelde-Worbis und dem Saale-Dreieck – eigens in die Skatstadt gereist, um sich vor Ort ein Bild von den Plänen der Verantwortlichen zu machen.

Altenburg verfüge über viel historische Architektur, ein überregional anerkanntes Theater und mit dem Schloss über ein weithin sichtbares Wahrzeichen, so Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) zum Start des Rundgangs auf dem Festplatz. Ein kulturelles Kapital, dessen Erhalt indes auch viel Aufwand erfordere. Zwar sei man in den vergangenen Jahren viel vorangekommen, allerdings erfordere die Fördermittelbeschaffung viel Kreativität. Die Landesgartenschau sei hier eine besondere Chance, auch städtebauliche Aufwertung zu erreichen.

Kern der Altenburger Bewerbung, so das Stadtoberhaupt, sei ein großer Fokus auf Nachhaltigkeit. Entsprechend wolle man bei der Gestaltung der insgesamt drei Kernzonen der Schau – am Großen Teich, den Roten Spitzen und dem Pauritzer Teich – vorgehen.

Der Inselzoo etwa solle für die gesamte Dauer der Schau auch weiterhin für die Öffentlichkeit zugänglich sein, betonte Ingo Quaas, am Konzept beteiligter Stadtplaner. Eine ursprünglich erwogene zweite Brücke zur Querung des Gewässers sei verworfen worden, erklärte er der 16-köpfigen Delegation. Stattdessen erwäge man einen Fährverkehr, „um so auch das Element Wasser besser einzubinden“. Ökologisch aufwerten wolle man den Bereich der Hellwiese. An dessen Schnittstelle zwischen Wald und Stadt sei zur Schau ein Infozentrum zum Naturschutz geplant – das durchaus auch dauerhaft Bestand haben könnte.

Ebenfalls von Dauer sein soll die auf dem Gelände des ehemaligen Kraftverkehrs geplante Hallenkonstruktion. Nach der Nutzung als überdachte Ausstellungsfläche könne diese dem Jugendclub zur Verfügung stehen. „Sie könnte dann etwa zum Skaten oder Klettern genutzt werden“, erläuterte Quaas das Vorhaben.

Nur hinter verschlossenen Türen zur Sprache kam hingegen die angedachte Finanzierung der Schau. Auf Grund einiger Unwägbarkeiten hatte diese im Vorfeld bereits zu zahlreichen, teils heftigen, Debatten geführt.

Natürlich sei neben der Strategie der Stadt hinsichtlich der Ausrichtung sowie Detailfragen etwa zu Parkplätzen, Naturschutz oder touristischen Aspekten auch die Finanzierung zur Sprache gekommen, so Oberbürgermeister Wolf auf OVZ-Nachfrage. Ausdrücklich sei dabei von der Kommission die von den Stadtverantwortlichen durchgeführte Risikoanalyse gelobt worden. Er habe gegenüber dem Entscheidungsgremium zudem deutlich gemacht, dass man sich staatliche Unterstützung hinsichtlich der Umsetzung der Schau erhoffe – insbesondere bei der Ausweisung des Gebietes um den Großen Teich als Sanierungsgebiet, wodurch eine Förderung ermöglicht werde, erklärte Wolf.

Natürlich sei der lange Zeitraum bis 2024 mit Blick auf mögliche Entwicklungen auch immer ein Stück weit risikobehaftet, betonte das Stadtoberhaupt. „Ich kann nicht in die Zukunft schauen.“ Wenn einer der Risikofaktoren – zu denen auch Unsicherheiten durch das Auslaufen des Solidarpakt II und der neu zu verhandelnde Länderfinanzausgleich gehören – tatsächlich durchschlage, sei die Schau wohl nicht finanzierbar. „Dann muss der Stadtrat eine Entscheidung treffen“, erklärte Wolf das weitere Vorgehen im ungünstigsten Fall.

Von Bastian Fischer

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