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Altenburg Geburtenstarker Jahrgang: Altenburger Rassekaninchen mit Jungtierrekord
Region Altenburg Geburtenstarker Jahrgang: Altenburger Rassekaninchen mit Jungtierrekord
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09:50 25.07.2016
Züchter Olaf Kutschbach (l.) zeigt den Besuchern Ingo und Maritta Graupner bei der Rasseschau eines seiner Hasenkaninchen. Quelle: Nicole Rathge-Scholz
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Altenburg

„Wir sind doch erstaunt, dass so viele Tiere ausgestellt wurden“, sagt Dirk Oettling begeistert. Denn Anfang des Jahres habe noch niemand abschätzen können, wie viele Jungtiere geboren werden, sagt der Ausstellungsleiter. 170 Tiere in 18 Rassen und Farbschlägen konnten die Besucher am Freitag und Sonnabend im Vereinshaus des Rassekaninchenzuchtvereins T4 in Altenburg zur Jungtierschau bestaunen.

„Es ist heute eine reine Vereinsschau, also nur Tiere die von unseren Mitgliedern gezüchtet wurden“, erklärt Oettling und fügt hinzu, das im Moment 40 Mitglieder zum Verein gehören, worunter ein Jugendzüchter ist. Neben den zahlreichen Rassekaninchen, die in ihren Ausstellungskäfigen mit Heu, Pellets und frischem Wasser versorgt waren, gab es auch noch eine kleine Hobbyschau mit Hühnern, Tauben und Ziegenlämmern. „Das haben wir vor allem der Kinder wegen gemacht. Denn am Freitag waren Kindergärten zu Besuch. Sie sind immer begeistert von den Tieren und freuen sich, wenn sie sie streicheln können.“

Das Herzstück des Vereins ist die Zuchtanlage mit 34 großen Parzellen in der Paditzer Straße auf drei Hektar Fläche. Hier ist eine umfassende Möglichkeit zur Rasse-Kleintierzucht gegeben, welche so in der Form im Stadtgebiet nicht möglich ist. „Im Moment haben wir noch sieben Gärten frei. Die einzige Aufnahmebedingung bei uns ist, dass der neue Pächter Kaninchen züchtet. Ansonsten gibt es keine Auflagen. Jeder kann das anbauen, was er für sich und seine Tiere benötigt“, so der Ausstellungsleiter.

Auf die ersten Plätze bei der Vereinsjungtierschau schafften es unter anderem Karsten Döge mit Sachsengold, Frank Büchel mit seinen Thüringern und Wolfram Kügler mit seinen Lohkaninchen. Leider waren nicht all zu viele Besucher zugegen, was aber wahrscheinlich an den tropischen Temperaturen lag. Doch einige fanden noch den Weg ins Vereinshaus. „Wir kommen jedes Jahr, denn wir selber haben ein Hasenkaninchen, welches wir auch hier gekauft haben“, erzählt Maritta Graupner und fügt hinzu, dass ihre Häsin „Waldi“ in ihrer Neubauwohnung frei in jedem Zimmer umherlaufen kann. Ihr Mann Ingo hatte sein erstes Kaninchen schon mit vier Jahren und seither kann er immer eins dieser Fellknäule sein Eigen nennen. „Wir hatten aber bislang nur Häsinnen, weil ich steh’ ja auch auf Frauen“, sagt er, lacht verschmitzt und erklärt, dass Häsinnen für die Wohnung einfach reinlicher seien. Seine „Waldi“ hat er übrigens vom Züchterehepaar Ilona und Olaf Kutschbach vom Verein erworben.

„Wir züchten seit 2005 Hasenkaninchen, haben diese Rasse mal bei einer Ausstellung gesehen und uns sofort verliebt“, so Ilona Kutschbach. Das Ehepaar fing erst spät mit der Züchterei an, weil sie vorher ausgiebige Camper waren, da machte es sich sehr schlecht, die zahlreichen Kaninchen mit sich zu führen. Im Moment halten beide 75 Alt- und 60 Jungtiere in ihrer Anlage. „Wir haben das erste Mal so viele Jungtiere. Sonst hatten wir nur so um die 25 bis 30. Aber in diesem Jahr waren die Würfe sehr groß, bis zu zehn Tieren pro Häsin“, freuen sie sich und sind stolz auf ihre Fellnasen, für die sie vom Grünkohl bis zum Kohlrabi zahlreiche Leckereien anbauen.

Von Nicole Rathge-Scholz

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