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Altenburg Geburtstagsgeschenk für Airport
Region Altenburg Geburtstagsgeschenk für Airport
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18:10 04.07.2013

Das Verkehrsministerium in Erfurt übernimmt in den kommenden drei Jahren - bis einschließlich 2015 - die Kosten für die Flugsicherung von jährlich bis zu 250 000 Euro.

Ein neuer Vertrag mit dem Flughafen wurde in den vergangenen Tagen unterschrieben, bestätigte Ministeriumssprecher Fried Dahmen gegenüber der OVZ. Damit könne auch das Geld für das laufende Jahr überwiesen werden. Die Summe entspricht der bereits 2010 vereinbarten Förderung für die Fluglotsen. Mit seiner Finanzspritze wolle das Land verhindern, dass den gegenwärtigen Plänen zur Weiterentwicklung des Flugplatzes und Vermarktung der umliegenden Gewerbeflächen die Grundlage entzogen werden. Allerdings erwarte das Ministerium bis 2015 auch entsprechende Erfolge bei Ansiedlungen und Flugverkehr. Ob die Förderung anschließend fortgesetzt wird, sei noch offen. "Dann werden die Karten neu gemischt", so Dahmen. Prinzipiell gehe das Land aber davon aus, dass die Flughafengesellschaft die Geschäfte dann "aus eigener Kraft" werde führen können.

Geschäftsführer Jürgen Grahmann begrüßte die Entscheidung des Landes als "Bekenntnis für den Standort". Nun habe er weitere Jahre Planungssicherheit, um bei der Vermarktung der eigenen Gewerbeflächen voranzukommen und den Verkehr von Geschäftsreisenden anzukurbeln. "Wir sind hier sehr aktiv und sehr optimistisch", so Grahmann. Er könne allerdings derzeit nicht genauer werden. Auch was die Anschlussförderung betreffe, sei er guter Dinge. Allein im vergangenen Jahr sei das Volumen im Geschäftsreiseverkehr um 22,3 Prozent gewachsen.

Spätestens seit dem Weggang der irischen Billig-Fluglinie Ryanair standen die Zuschüsse vom Land und damit die Fluglotsen immer wieder auf der Kippe. Die Bezuschussung des Lotsendienstes mit jährlich 250 000 Euro war eine Zeit lang an die Bedingung geknüpft, dass ab 1. Juli 2012 ein regelmäßiger Linienflugverkehr stattfindet. Dafür konnte jedoch keine Airline gefunden.

Im vergangenen Jahr hieß es dann, ein Luftfahrt-Unternehmen plane auf dem Flugplatz einen Standort für Entwicklung, Produktion und Wartung. Die Rede war von einem dreistelligen Millionenbetrag der in Nobitz investiert werden soll. Ob dieses Vorhaben weiter verfolgt wird, ist nicht bekannt, da alle Beteiligten striktes Stillschweigen vereinbart haben. Hin und wieder auftauchende Gerüchte in die eine oder andere Richtung werden weder bestätigt noch dementiert.

Nichtsdestotrotz - für derartige Ansiedlungen ist ein komplett funktionierender Flugplatz die Grundvoraussetzung. Und das Vorhandensein der Lotsen wiederum ist Bedingung für den Status des Airports in der Luftraum-Kategorie Delta, die gewerblichen Flugverkehr ab einer bestimmten Größenordnung erst möglich macht.

Robert Büssow und Jörg Reuter

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