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Altenburg Gefährliche Szenen auf der Leipziger Straße am Rande Altenburgs
Region Altenburg Gefährliche Szenen auf der Leipziger Straße am Rande Altenburgs
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17:24 09.10.2018
Wegen der Vollsperrung der Leipziger Straße in Altenburg stauen sich Autos und Lkw auf der Porphyrstraße im Gewerbegebiet Nordost Hunderte Meter lang. Quelle: Thomas Haegeler
Altenburg

Seit Anfang der Woche ist rings um die Leipziger Straße in Altenburg ein Verkehrschaos ausgebrochen. Grund dafür: Urplötzlich war die Umleitung über die Porphyrstraße im Gewerbegebiet Nordost nur noch gen Altenburg und nicht mehr Richtung Leipzig befahrbar. Die entsprechenden Schilder wurden aber erst Stunden später aufgestellt. Die Folge: genervte Autofahrer und gefährliche Szenen am Rande der Skatstadt.

Stundenlang geht Richtung Leipzig gar nichts mehr

Montagnachmittag, kurz nach 16 Uhr im Feierabendverkehr gen Leipzig: Mit der Erfahrung aus einer Woche Bau auf der Leipziger Straße in Altenburg links in die Umleitung über die Porphyrstraße abgebogen und aufgeatmet, dass sich offenbar nur auf der Gegenseite die Autos stauen bis vor zur Tankstelle. Bis auch stadtauswärts plötzlich nichts mehr geht. Von vorne kommen immer wieder neue Fahrzeuge, nur Richtung Windischleuba passiert nichts!

Warum fährt denn der 40-Tonner da vorne nicht endlich weiter? Ist doch dicht, die Leipziger Straße. Von links kann also nichts kommen! Erst als immer mehr Autos in wilden Manövern wenden, über den Parkplatz von Möbelhaus und Elektromarkt sowie über die Tankstelle Schleifen drehen und sich zähneknirschend in die andere Autoschlange Richtung Remsaer Straße einreihen, wird klar: Die vermeintliche Umleitung ist irgendwann am frühen Montagnachmittag spontan zur Sackgasse mutiert – ohne entsprechende Ausschilderung. So breitet sich das Chaos munter aus. Von vorne kommt ein Tanklaster und schafft es mit Mühe durch das noch offene Nadelöhr. Wenn da jetzt irgendein genervter Autofahrer beim Wenden quer schießt...

Ein paar Mal wird es richtig eng

Jeder sucht sich seinen Weg raus aus der Misere. Sei es über den Parkplatz vom geschlossenen Getränkemarkt oder – wieder wartend – an der Baustellenampel mit der Option, über Remsa/Windischleuba oder Rasephas/Knau auszuweichen, um nach einer halben Stunden Gegurke und mit riesen Umweg Richtung Leipzig vorwärts zu kommen. Alles, was irgendwie nach Straße aussieht, wird genutzt.

Gute zwei Stunden später stehen zwar die Schilder in der Remsaer Straße, die auf die stadtauswärtige Sackgasse in der Porphyrstraße und die Umleitung über die Ortsumfahrung hinweisen, aber das hindert viele Autofahrer nicht daran, ihr Glück dennoch zu versuchen. Möglich ist aber auch, dass die nicht gerade großen Schilder übersehen wurden. Denn an der Kreuzung zur Leipziger Straße angekommen, entscheiden sich die meisten Kraftfahrer fürs Risiko: Sie biegen trotz Verbots in die Leipziger Straße ein – auch wenn das gut 100 Meter Gegenverkehr bedeutet. Ein paar Mal wird es richtig eng. Nur umsichtige Bremsmanöver entgegenkommender Autofahrer verhindern Zusammenstöße. Von hinten hupende Zeitgenossen sorgen für zusätzlichen Druck. Es grenzt an ein Wunder, dass bisher nichts passiert ist.

Am Dienstag nur noch vereinzelte Kamikaze-Fahrten

Am Dienstagvormittag hat sich die Lage hingegen leicht entspannt. Nur vereinzelt kommt es noch zu Kamikaze-Fahrten von der Porphyr- in die vollends zur Einbahnstraße Richtung Altenburg mutierte Bundesstraße. Das liegt auch daran, dass dort nun mit schwerem Gerät die Deckschicht abgefräst wird. Der Stau in diese Richtung wächst auf höchsten fünf, sechs Autos an. Dafür steht man Richtung Altenburg umso länger. Handgestoppte acht Minuten braucht man wegen der mehrere hundert Meter langen Blechlawine länger – kurz vor 10.30 Uhr. Im Berufsverkehr dürfte das deutlich mehr gewesen sein.

Paralleler Bau war geplant, aber schlecht kommuniziert

Offenbar war das geschilderte Verfahren samt Folgen kein Zufallsprodukt, sondern geplant. Liest man die Mitteilung der Stadt Altenburg erneut, sollte der erste Bauabschnitt der Leipziger Straße inklusive Vollsperrung bis einschließlich Dienstag dauern und der zweite von Porphyrstraße bis zur Deponieeinfahrt mitsamt Einbahnstraße für beide Tage hinzukommen. Deutlich wird das freilich erst mit heutigem Wissen und wohlwollender Lektüre. Denn eine klare Formulierung, wie „parallel dazu“, fehlt. Zum Glück soll die Baustelle bis Sonntag abgeschlossen und die Leipziger Straße ab Montag wieder durchgängig befahrbar sein.

Von Thomas Haegeler und Maike Steuer

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