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Altenburg Geheimnisvoller Aldi-Nachfolger zieht Ende 2018 in einen Neubau
Region Altenburg Geheimnisvoller Aldi-Nachfolger zieht Ende 2018 in einen Neubau
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18:10 11.05.2017
Der Osterland-Center an der Geraer Straße steht zur Hälfte leer. Ab Sommer soll es neu belebt werden. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Das Osterland-Center hängt in den Seilen. Aldi, als letzter zugstarker Mieter, wollte eigentlich zum Jahresende schließen, womit das taumelnde Einkaufszentrum an der Geraer Straße K.o. gegangen wäre. Doch jetzt bekommt es eine zweite Luft. Einer der Gründe dafür ist, dass Aldi nun doch erst zum Ende kommenden Jahres seine Zelte abbricht. Darüber informierte am Donnerstag Josef Hoffmann, der Eigentümer des Osterland-Centers, auf der wöchentlichen Pressekonferenz von Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD).

Zudem wird der Discounter „Black“ in den Sommermonaten eröffnen, und zwar in jenem Bereich, in dem sich viele Jahre lang der Edeka-Markt befand. „Black“ bietet Waren des täglichen Bedarfs im Niedrigpreissegment an, allerdings kaum Lebensmittel.

Wie Hoffmann versicherte, soll es unmittelbar nach der Aldi-Schließung Ende 2018 wieder einen Lebensmitteldiscounter geben. Der Vermieter erklärte trotz Nachfragen jedoch nicht, um wen es sich dabei handelt. Anlass für seine berechtige Hoffnung sei, dass der neue Mieter nun Klarheit besitzt, wann Aldi seine Segel streicht.

Für den geheimnisvollen Supermarkt wird ein Neubau errichtet, der sich auf der jetzigen Brachfläche gegenüber dem Gebäude-Komplex in Richtung Sternstraße befinden wird. Der Stadtrat muss dafür noch den Bebauungsplan ändern. Der Neubau mit bis zu 1200 Quadratmetern Verkaufsfläche soll Ende des dritten oder Anfang des vierten Quartals 2018 fertig sein. „Wir bauen nicht, ohne dass es dafür einen vertraglichen Hintergrund gibt“, sagte Hoffmann. Nach OVZ-Informationen zählen Rewe und Norma zu den heißen Kandidaten. Hoffmann hatte dies allerdings bereits im vergangenen Jahr weder bestätigt noch dementiert.

Weitere Veränderungen im Areal betreffen den Umzug des Anbieters „Tedi“, der in die ehemaligen Vögele-Räume umzieht. Dadurch kann sich der Billiganbieter „Kik“ etwas vergrößern. Außerdem werden leere Gebäude abgerissen, womit die Zufahrt aus Richtung Geraer Straße verbreitert werden kann.

Hoffmann wies Darstellungen zurück, dass das Osterland-Center in den letzten Jahren einen Niedergang erlebte, obwohl es derzeit zu zwei Dritteln leer steht. Seinen Angaben zufolge seien im Moment 50 Prozent der Einkaufsfläche belegt, im Sommer würden es über 70 Prozent sein, sagte der Geschäftsmann aus Bayern.

Das sei keine „Ankündigungsveranstaltung, sondern es wird tatsächlich etwas passieren“, zeigte sich am Donnerstag auch der Oberbürgermeister optimistisch. Wolf erinnerte an den Streit mit den Umlandgemeinden über Handelseinrichtungen, weil damit die Kaufkraft aus Altenburg abgezogen wird und „weil wir nicht wollen, dass wir unseren Einzelhandel dem Siechtum zuführen“, sagte er.

Die heftigste Auseinandersetzung wurde dabei um den Aldi-Neubau in Nobitz geführt, der nach Ansicht des OB dort nicht hingehört, wie er am Donnerstag erneut deutlich machte. Mit den Veränderungen im Osterland-Center werden die Voraussetzungen geschaffen, damit es Schritt für Schritt wieder gefüllt wird. Gerade für die Bewohner dieses Stadtteils sei dies sehr wichtig.

Von Jens Rosenkranz

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