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Altenburg Gelbe und Grüne Karten für Kraftfahrer in Wintersdorf
Region Altenburg Gelbe und Grüne Karten für Kraftfahrer in Wintersdorf
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18:08 06.09.2012

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Von Monique Pucher

Normalerweise sind Dalina, Elisabeth und Lena morgens um 7 Uhr noch zu Hause oder gerade auf dem Weg zur Schule. Doch gestern standen sie ein wenig aufgeregt am Straßenrand. Sie sollten Autofahrern mitteilen, dass sie entweder sehr vorbildlich unterwegs sind oder dass sie lieber den Fuß vom Gas nehmen sollten. "Danke, dass Sie sich an die Geschwindigkeit gehalten und auf uns Rücksicht genommen haben", sagt die neunjährige Lena etwas schüchtern zu Karsten Oswald, der gerade mit der Kelle von der Straße gewunken wurde. Der Co-Trainer des ZFC Meuselwitz hat sich an die vorgegebenen 30 Stundenkilometer gehalten und zudem noch den Fußgängerüberweg beachtet. Besser geht es nicht, meint auch Polizeiobermeisterin Carolina Burkhardt, die die Aktion begleitet.

In den 75 Minuten, in denen fünf Beamte der Polizei, drei Mitglieder des Motorclubs Schmölln und acht Schüler aus der Grundschule den Verkehr beobachteten, passierten 102 Fahrzeuge die Straße aus Richtung Gerstenberg. "92 Autofahrer haben sich exakt an die Geschwindigkeit gehalten, zehn waren leicht drüber. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei 40 Stundenkilometern", so Wolfgang Roth vom Motorclub.

Diejenigen, die zu schnell waren, bekamen von den Schülern - ähnlich wie beim Fußball - eine Gelbe Karte. Auf der ist zu lesen: "Wir Kinder orientieren uns am Verhalten von Erwachsenen. Seien Sie ein Vorbild." Einer der Gelbsünder bekam zudem eine Verwarnung, weil sein Bremslicht defekt war. "Uns geht es nicht darum, Bußgelder zu verhängen, wir möchten die Fahrer lediglich verwarnen und sie darauf hinweisen, künftig etwas umsichtiger zu fahren", erklärt Carolina Burkhardt.

Denn das ist nach Angaben der Kinder nicht immer der Fall. "Ich habe schon mal jemanden erlebt, der einfach über den Zebrastreifen gefahren ist, obwohl ich am Straßenrand stand", erzählt Dalina aus der vierten Klasse. Und ihre Freundin Elisabeth fügt hinzu: "Manche fahren hier ganz schön schnell. Die wissen wohl gar nicht, dass man hier nur 30 fahren darf."

Dass am gestrigen Morgen nur zehn Prozent der Autofahrer zu schnell waren, lag wahrscheinlich an der Vorwarnung im Radio, dennoch sind sowohl Polizei als auch der zum ADAC gehörige Motorclub Schmölln mit der Aktion zufrieden.

Laut Statistik gab es in Thüringen im vergangenen Jahr 59 Kinder, die in einen Unfall auf Schulwegen verwickelt waren, 2010 sind 62 verunglückt. "Glücklicherweise gab es dabei nur Verletzte", so Polizeiobermeisterin Burkhardt. Dennoch hofft sie, Autofahrer mit solchen Aktionen zu sensibilisieren.

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