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Altenburg Geld für 16 Projekte im Altenburger Land
Region Altenburg Geld für 16 Projekte im Altenburger Land
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18:08 15.12.2015
Geld soll für den Kessel der „Wilden Hilde“ fließen. Quelle: privat
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Altenburg

Segen für hiesige Projekte: 16 Maßnahmen im Altenburger Land bekommen im nächsten Jahr Geld aus dem Regionalbudget. Einhellig hat der Kreistag in seiner jüngsten Sitzung die Verteilung der 300 000 Euro für Zuschüsse in den Bereichen Standortmarketing, Infrastruktur und Tourismus beschlossen. Allerdings ist es vorerst die letzte Sonderförderung für den strukturschwachen Kreis in dieser Form. Denn das Land Thüringen plant eine Reform des Regionalbudgets.

Bis es 2017 jedoch so weit ist, dürfen sich unter anderem die Stadt Gößnitz über 48 000 Euro für einen barrierefreien Zugang zum Renaissanceschloss Ponitz sowie die Kommunen Altenburg, Nobitz und Göpfersdorf über insgesamt 60 000 Euro für die Vermarktung von Gewerbeflächen freuen. Zudem wird es 33 000 Euro für drei Einzelmaßnahmen an der Bockwindmühle in Lumpzig, 27 000 Euro für die Sanierung des Ernst-Agnes-Turms in Schmölln und 28 000 Euro für die Kartenmacherwerkstatt des Schloss- und Spielkartenmuseums in Altenburg geben.

Der größte Einzelposten – nach dem Schloss Ponitz – soll mit 36 000 Euro an den Verein der Kohlebahn Meuselwitz für die Sanierung des Kessels der als „Wilde Hilde“ bekannten Dampflokomotive fließen. Das ist allerdings auch der umstrittenste Punkt gewesen. „Wie realistisch ist denn die Fertigstellung des Kessels und dass die Lok auch fahren kann“, fragte der Fraktionschef der Regionalen, Klaus-Peter Liefländer, in Richtung Landrätin. Hintergrund der Frage ist das seit 2012 dauernde und bereits mit mehreren 10 000 Euro geförderte und jüngst durch die Insolvenz der Geraer Reparaturfirma erneut ins Stocken geratene Projekt an sich. Daran hatte sich in der Vergangenheit bereits heftigster Streit im Kreistag entzündet (die OVZ berichtete).

„Es war der Wunsch des Lenkungsbeirats, das Geld dafür zu reservieren“, antwortete Kreischefin Michaele Sojka (Linke) auf Liefländers Frage. „Die ursprünglich damit beauftragte Firma ist nicht mehr in der Lage, es ist aber eine andere gefunden worden. Ob das geht, wird jedoch gerade erst geprüft.“

Abgesehen davon fließen für Teilnahmen des Altenburger Landes an diversen Messen, wie der Expo Real, der Grünen Woche oder der Messe für Kreativität, Kultur und Wirtschaft, insgesamt 26 000 Euro. Weiter unterstützt werden auch die Aktion „Satt statt platt“ der Stadt Altenburg für ein gesundes Frühstück in Schulen (10 000 Euro), der Ernährungsführerschein des Kreisbauernverbandes (5000 Euro) und Busfahrten von Schülern zu Unternehmen zur Berufsorientierung (7000 Euro).

Allerdings ist es gut möglich, dass es für all diese Projekt letztmals im Rahmen des Regionalbudgets Geld gibt. Denn das Land reformiert dieses ab 2017. Demnach kann die Sonderförderung nur noch gewährt werden, wenn sich zwei Landkreise beziehungsweise kreisfreie Städte, deren Region wenigstens 200 000 Einwohner umfasst, an der Erstellung eines gemeinsamen Entwicklungskonzeptes beteiligen und zusammen ein Regionalmanagement installieren. Kreise oder Städte, die das erfüllen, können drei Jahre lang auf 300 000 Euro jährlich hoffen, die aber nur noch mit einem Fördersatz von 80 Prozent ausgereicht werden.

Von Thomas Haegeler

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