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Altenburg Gemeinde Göhren beschließt Haushalt
Region Altenburg Gemeinde Göhren beschließt Haushalt
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05:00 11.12.2016
Die Göhrener Brücke wurde bereits im vergangenen Jahr neu gebaut. Quelle: Mario Jahn
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Göhren

Fast 700 000 Euro wird Göhren im kommenden Jahr umsetzen. Das sehen die Zahlen des Etats der 427-Einwohner Kommune vor, den der Gemeinderat am Mittwoch einstimmig beschloss. Darin enthalten sind knapp 183 000 Euro für Investitionen. Der größte Posten davon entfällt auf die Bachbetterweiterung des Kleinen Jordans. Dafür sind im Vermögenshaushalt 115 000 Euro eingestellt. Die Baumaßnahme kostet die Gemeinde jedoch kein eigenes Geld, weil sie aus dem Wiederaufbauprogramm des Bundes zur Beseitigung der Hochwasserschäden der Flut vom Juni 2013 zu 100 Prozent übernommen wird.

Nach dem Neubau der Brücke in Göhren und der damit verbunden Vergrößerung des Durchlasses forderten die Wasserbehörden den Ausbau des Bachlaufs. Denn der größere Brückendurchlass ergibt nur Sinn, wenn das Wasser auch nach der Brücke Platz hat. Am Gasthof entlang werden in den kommenden Wochen beziehungsweise Monaten Beton-L-Profile gesetzt. Außerdem wird das Bett geschlämmt. Nach dem Haushaltsbeschluss vergaben die Gemeinderäte den Auftrag dafür an eine Schmöllner Firma. Diese hatte sich mit einem Angebot über etwa 92 000 Euro gegen drei Mitbewerber durchgesetzt. Geplant sei, so Bürgermeister Frank Eichhorn (Feuerwehr), die Maßnahme zwischen März und Mai anzugehen. Sollte das Wetter mitspielen, könnten die Bautrupps aber auch schon eher anrücken, so Eichhorn weiter.

Im Vermögenshaushalt 2017 wurden darüber hinaus Mittel für die Renovierung des Versammlungsraums der Gemeinde eingestellt. Geplant sind ein neuer Fußboden und Malerarbeiten. Ferner muss 2017 ein gemeindeeigene Wohnung saniert werden, und wenn es die Kassenlage hergibt, soll der Tegkwitzer Berg oberflächenbehandelt werden. „Das sind alles nur Kleinigkeiten, weil wir für den Breitbandausbau sparen müssen“, begründete Eichhorn. Rund 55 000 Euro Eigenanteil würde die Kommune dafür benötigen. Auch wenn Göhren, um den Etat 2017 auszugleichen, erneut 60 000 Euro aus dem Rücklagen nehmen musste und mithin Ende 2017 planmäßig nur noch 50 000 Euro auf dem Sparkonto liegen, möchte Eichhorn den Breitbandausbau unbedingt.

„Das ist für uns der letzte Strohhalm, um im Dorf schnelles Internet zu bekommen, ansonsten werden wir abgehängt“, erklärt er auf OVZ-Nachfrage. Eichhorn bezieht sich dabei auf das Bundesförderprogramm, um dessen Gelder sich der Landkreis bemüht. Wie berichtet sollen mit diesen Fördermitteln jene Haushalte versorgt werden, die von den Telekommunikationsunternehmen nicht berücksichtigt werden, weil die Erschließungskosten zu hoch sind. Sollte das Altenburger Land in das Programm aufgenommen werden, müssen die Kommunen, die nicht in der Haushaltskonsolidierung sind, zehn Prozent der Ausbaukosten tragen, während der Bund 50 Prozent und der Freistaat 40 Prozent übernimmt.

Rund eine halbe Million Euro aus dem Verwaltungshaushalt, der Kasse für die laufenden Kosten, zahlt die Gemeinde über Umlagen an die Verwaltungsgemeinschaft beziehungsweise den Kreis. Haupteinnahmequelle der Gemeinde ist die Schlüsselzuweisung vom Land.

Von Jörg Reuter

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