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Altenburg Gemeinderat bekräftigt Nein zur Fusion und berät Kostenexplosion beim Quellenhof
Region Altenburg Gemeinderat bekräftigt Nein zur Fusion und berät Kostenexplosion beim Quellenhof
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16:47 11.03.2018
Die Sanierung des Quellenhofes wird deutlich teurer. Quelle: Frank Prenzel
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Göpfersdorf

Für manchen in Göpfersdorf war es womöglich überraschend, aber der Gemeinderat fand sich am Donnerstag zur zweiten Sitzung 2018 zusammen. Überraschend, weil diesmal offensichtlich der Termin nicht veröffentlicht wurde, wie Gemeinderat Jörg Schramm gleich zu Beginn mokierte. Da jedoch keine Beschlüsse gefasst werden sollen, wurde die Ratssitzung trotz des Formfehlers wie geplant durchgeführt.

Denn zu besprechen hatte der Gemeinderat auch diesmal wieder genug. Im Zentrum der ausführlichen Debatte standen einmal mehr die Dauerbrennerthemen Gebietsreform und Sanierung des Quellenhofs, die in gewisser Weise auch mit einander verquickt sind. Wer glaube, dass der Quellenhof weitergemacht oder sogar schneller fertig saniert werde, wenn Göpfersdorf nach Nobitz gehen würde, der sei ein Fantast, waren sich die Gemeinderatsmitglieder im Gros einig. Deshalb stellten sie einmal mehr klar, dass Göpfersdorf nicht freiwillig mit Nobitz fusioniert. Das machte Bürgermeister Klaus Börngen (Die Linke) sichtlich Bauchschmerzen, der ja bekanntermaßen für eine Fusion ist.

Nach Lage der Dinge wird Göpfersdorf ab 1. Juli von Nobitz verwaltet (die OVZ berichtete). Ob und welche Auswirkungen das dann auf Göpfersdorf hat, ob mehr Arbeit für Bürgermeister und Gemeinderat anfallen und wie die Anliegen der Gemeinde in der Nobitzer Verwaltung dann bearbeitet werden – darüber spekulierte Börngen und vermutet nichts Gutes. „Wieso, die Verwaltung wird ordentlich arbeiten, wie sie es jetzt schon tut“, entgegnete Jörg Schumann und fügte zufrieden an: „Es läuft für uns alles, wie es soll.“

Schramm wiederum war unwohl beim Gedanken an den nächsten Sanierungsschritt beim Quellenhof. Dort soll 2018 der Innenhof gemacht werden. Das Problem dabei: Die Kosten am Markt sind explodiert. Inzwischen werden die Pflasterarbeiten mit 208 000 Euro veranschlagt. Eine stolze Summe, die bei allen Schwindelgefühle verursachte.

Jedoch, so wurde aus dem Gemeinderat heraus argumentiert, seien die Preise im Bereich Tiefbau binnen 24 Monate überall aus dem Ruder gelaufen, weil Baufirmen praktisch keine Kapazitäten mehr hätten. Unter diesen Bedingungen würde Schramm lieber die Finger vom Hofpflaster lassen. „Wir haben auch Gewässer und Straßen zu pflegen, stecken aber jeden Cent in den Quellenhof“, mahnte er, fand aber keine Mehrheit.

Einigkeit herrschte derweil darüber, dass die Preise für Trinkwasser und den Wasseranschluss nicht steigen sollen. Im Gegenteil, es soll berechnet werden, in wie weit sie gesenkt werden können.

Von Jörg Reuter

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