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Altenburg Gemeinsame Ausbildung im Bad Köstritzer Brandhaus
Region Altenburg Gemeinsame Ausbildung im Bad Köstritzer Brandhaus
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18:16 23.04.2018
Üben für den Ernstfall: An einer Tagesausbildung im so genannten Brandhaus der Landesfeuerwehrschule Thüringen in Bad Köstritz nahmen zwölf Atemschutzgeräteträger der Freiwilligen Feuerwehren Altenburg, Paditz und Ehrenberg teil. Quelle: Foto: privat
Altenburg/Bad Köstritz

Zu einem nicht ganz alltäglichen, aber ausgesprochen praxisnahen Übungseinsatz kamen kürzlich zwölf Atemschutzgeräteträger der Freiwilligen Feuerwehren Altenburg, Paditz und Ehrenberg. Sie nahmen an einer Tagesausbildung in der Feuerlöschübungsanlage, dem so genannten Brandhaus der Landesfeuerwehrschule Thüringen in Bad Köstritz teil.

Diese Anlage besteht aus einem zweigeschossigen Gebäude mit nachgestellten Wohneinheiten wie Küche und Wohnzimmer sowie einer Werkstatt und einer Garage. Mit Hilfe von Flüssiggas können in den ausgestatteten Räumen bis zu 1000 Grad Celsius heiße, künstliche Brände gelegt, computerüberwacht und von Ausbildern kontrolliert gesteuert werden. Unter der Leitung erfahrener Trainer der Berufsfeuerwehr Altenburg wurde neben einer theoretischen Ausbildungseinheit und entsprechenden Gewöhnungsübungen bei Temperaturen um 400 Grad besonderer Wert auf die praktischen Übungselemente gelegt. Bei lodernden Flammen, undurchdringlichem Rauch und großer Hitze mussten die Kameraden unter Atemschutz verschiedene Einsatzaufträge erfüllen.

Einen dieser Aufträge erhielt der erste Trupp der Freiwilligen Feuerwehr Altenburg: Eine Eingangstür im Brandhaus Eingangstür wurde vorsichtig unter Ausnutzung der größtmöglichen Deckung eines Wandvorsprungs geöffnet, kurze Wasserstöße durch den Truppmann des Angriffstrupps aus dem Strahlrohr in den Deckenbereich gegeben, um eine Durchzündung der heißen Brandgase zu vermeiden. Die Hitze wurde auf Grund des Feuers und des dadurch verdampfenden Wassers – ein Liter Wasser ergibt 1700 Liter Wasserdampf – immer unerträglicher. Die Sicht war gleich Null, die Luftfeuchtigkeit bei 100 Prozent, so dass die Fortbewegung im Gebäude teilweise nur am Boden möglich war. Trotzdem konnte nach kurzer Zeit ein erster Personen-Dummy gefunden werden. Die Suche musste allerdings fortgesetzt werden, da weitere Personen vermisst wurden und auch die Brandbekämpfung noch nicht abgeschlossen war.

Über den Tag wurden nach und nach unzählige Einsatzsituationen durchgespielt und im Anschluss ausgewertet. Die Übungen waren für alle Teilnehmer schweißtreibend, stressig und ging an die physischen und psychischen Grenzen. Trotzdem oder gerade deshalb wurden viele wichtige Erkenntnisse für die Praxis gewonnen. Jeder konnte persönliche Erfahrungen sammeln und seine eigenen Grenzen austesten. Weiterer positiver Aspekt: Die Feuerwehrfrauen und -männer der Freiwilligen Feuerwehren Paditz, Ehrenberg und Altenburg konnten sich untereinander besser kennenlernen.

Von ovz

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