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Altenburg Gemeinsame Sache - gemeinsame Liste
Region Altenburg Gemeinsame Sache - gemeinsame Liste
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21:10 25.03.2014
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Mit wie viel eigenen Kandidaten, entscheidet sich am Sonnabend.

"Es war ein langer Weg und am Ende eine ziemlich kurzfristige Entscheidung", sagt Johannes Schaefer, Sprecher des Forums. Seit über einem halben Jahr habe man sich mit dem Thema beschäftigt. Anfangs allerdings mit der vorherrschenden Meinung, wie bislang unparteiisch bleiben zu wollen und sich nur von außen in die Politik einzumischen. "Doch wir hatten es in den zurückliegenden Jahren so schwer, an Informationen zu kommen und unsere Themen an den Mann zu bringen. Das war alles sehr mühsam", begründet Schaefer das Umdenken. Zumal außer der SPD alle im Stadtrat vertretenen Fraktionen und Parteien auf sie zugekommen seien und anfragten, ob man sich vorstellen könne, auf deren Listen zu kandidieren.

So war das Stadtforum eigentlich schon bereit, sich "zu zerteilen". Aber auch das wurde irgendwann wieder verworfen, weil dann auch die Einflussmöglichkeiten geteilt worden wären. So kam man ziemlich kurzfristig überein, mit Bündnis 90/Die Grünen eine gemeinsame Liste aufzustellen, in der der Name Stadtforum gleichberechtigt im Titel vorkommt. "Die Grünen sind eine Partei, bei der es keine Zwänge gibt, die unbelastet und zudem basisdemokratisch organisiert ist. Und es gibt uns die Möglichkeit, gegenüber allen anderen Fraktionen unser Gesicht zu wahren", sagt Johannes Schaefer. Für die Grünen habe auch gesprochen, dass vor allem der Landesverband die Belange des Altenburger Stadtforums stets sehr unterstützt habe.

Einzige Ausnahme ist der ehemalige Sprecher des Forums, Henrik Pradel, der auf CDU-Liste kandidiert (OVZ berichtete). Hier seien die Verhandlungen irgendwann so weit fortgeschritten gewesen, dass Pradel seine Zusage habe nicht wieder zurückziehen wollen.

Die gemeinsame Liste zur Stadtratswahl am 25. Mai soll attraktiv werden, verspricht Schaefer. Dort sollen alle Schichten und Altersgruppen der Bevölkerung vertreten sein, ein breiter Querschnitt.

Entstanden war das Stadtforum im Zuge der hitzigen Debatte um die umstrittene Bebauung des Areals am Altenburger Markt. Zuerst hatte sich 2009 eine Plattform gebildet, die eigenen Leitlinien zufolge "produktive Ideen zur Stadtentwicklung bündeln und bekannt machen will". Kurz darauf wurde Anfang 2010 nach dem Vorbild anderer Städte wie Leipzig und Chemnitz das "Stadtforum Altenburg - Forum für Denkmalschutz und Stadtentwicklung" gegründet. Nachdem es 2010/2011 vor allem mit öffentlichen Diskussionen und teilweise spektakulären Aktionen - erinnert sei nur an die Menschenkette - in Sachen Marktareal für Furore sorgte, ist es mittlerweile um das Stadtforum deutlich ruhiger geworden. Bislang letzte größere Aktion war die Präsentation des Martinsgässchens und seines Potenzials zum Denkmaltag 2013.

Für die Bündnisgrünen sitzt derzeit ein Abgeordneter im Altenburger Stadtrat. © Kommentar

iAufgestellt wird die gemeinsame Liste am Sonnabend, 10 Uhr, im Gustavus-Haus in der Altenburger Wallstraße. Auf dieser Veranstaltung nominieren die Grünen außerdem ihre Kreistags-Kandidaten.

Ellen Paul

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