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Gemischter Chor erhält Kulturpreis der Stadt Altenburg 2016

Stadtrat würdigt Leistungen Gemischter Chor erhält Kulturpreis der Stadt Altenburg 2016

Der Gemischte Chor Altenburg erhält den Kulturpreis der Stadt 2016. Das hat der Stadtrat auf seiner Sitzung am Donnerstagabend beschlossen. Gewürdigt werden damit die herausragenden Leistungen des Ensembles in den zurückliegenden 40 Jahren seines Bestehens. Der Preis ist mit 2500 Euro dotiert und wird aller zwei Jahre vergeben.

Der Gemischte Chor Altenburg beim Jubiläumskonzert zu seinem 40. Geburtstag vor wenigen Tagen im Brauereisaal.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. „Ich bin einfach platt.“ Dem sonst so redegewandten Wolfgang Langner fällt es hörbar schwer, die rechten Worte zu finden, als er durch einen Anruf der Osterländer Volkszeitung erfuhr: Der von ihm geleitete Gemischte Chor Altenburg erhält den Kulturpreis der Stadt 2016. In seiner Sitzung am Donnerstag Abend hat der Stadtrat mit 33 Ja und einer Gegenstimme einen entsprechenden Beschluss gefasst. Dem voraus ging eine Empfehlung des Sozial- und Kulturausschusses. Dort hatte es in einer Abstimmung über vier eingereichte Vorschläge eine klare Mehrheit für den Chor gegeben.

„Mein Puls steigt, es ist einfach ein tolles Gefühl und eine große Freude“, bekennt Wolfgang Langner, als er so langsam die Fassung wiedergewonnen hat. „Und das einen Tag nach einem solch tollen Frühlingskonzert im Teehaus mit einem solch zauberhaften Publikum. Einfach wunderbar.“ Der 76-Jährige empfindet den Kulturpreis als Anerkennung der Arbeit in vier Jahrzehnten, in denen der Gemischte Chor Altenburg Chorgeschichte nicht nur geschrieben, sondern gesungen hat.

Gegründet als Betriebschor der Altenburger Nähmaschinenwerke

Gegründet wurde er 1976 als Betriebschor des VEB (Volkseigener Betrieb) Altenburger Nähmaschinenwerke. Das Ensemble war und ist seit seinem ersten großen Auftritt im Jahre 1978 auf dem Schlosshof eine verlässliche Größe im Altenburger Kulturleben, heißt es in der Begründung. Jedoch auch jenseits der Stadtgrenzen war und ist die Sängergemeinde aktiv und repräsentiert damit die kulturellen Kompetenzen der Skatstadt.

Bereits 1979 war der Chor zu Gast im damaligen DDR-Radio und 1984 im DDR-Fernsehen. Mehrfache künstlerische Auszeichnungen folgten. Selbstverständlich sind für den Chor Reisen zu den damaligen und heutigen Partnerstädten Altenburgs.

1991 kam es zur Neugründung als eingetragener Verein und dem Beitritt zum Thüringer Sängerbund. Nun folgten regelmäßige Kontakte zu Chören unter anderem aus Baden-Baden und Mühlheim a. d. Ruhr. Natürlich gab es, bedingt durch die politische Wende, auch Wechsel in der Sängerschar. Doch der „harte Kern“ blieb seinem Hobby treu und konnte neue Mitglieder werben. Eine besondere Herausforderung war der immer wieder anstehende Quartierswechsel, bis der Chor endlich eine dauerhafte Heimat in den Vereinsräumen der Altenburger Brauerei fand.

Größere Einschnitte stellten auch die mehrfache Suche nach einem neuen künstlerischen Leiter dar. Anfänglich von Margitta Fleischer, Kurt Weßel und Siegfried Fischer, dann interimsmäßig von Eberhard Hienzsch und Joseph Greger geleitet, folgte dann viele Jahre Helmut Wünderlich. Seit 2010 wird der Chor, der aktuell rund 60 sangesfreudige Mitglieder zählt, von Wolfgang Langner geleitet.

Regelmäßig mit Sonderkonzerte im Kreiskrankenhaus

Die viel besuchten Konzerte gehören in jedem Jahr zum Veranstaltungskalender der Stadt. Beginnend mit einem Frühjahrskonzert folgen regelmäßig ein großes Sommerkonzert im Festsaal des Schlosses sowie Weihnachtskonzerte im Rathaus und in der Agneskirche. „Immer ist der Chor bereit, die Stadt Altenburg bei Höhepunkten zu unterstützen“, lobt die Chefin des Kulturmanagements Susanne Stüztner, und nennt als Beispiele die Einweihung des neuen Goldenen Pfluges, Neujahrsempfänge oder Festveranstaltungen.

Besonderes Anliegen sei es dem Chor, die Menschen zu erreichen, die nicht die Möglichkeit haben, seine Konzerte zu besuchen. So überbringe das Ensemble regelmäßig mit Sonderkonzerten im Kreiskrankenhaus und dem Magdalenenstift große Freude. Inzwischen existieren auch mehrere Tonträger, die die hohe Qualität der Sängergemeinde dokumentieren. Bedeutende und unvergessene künstlerische Erfolge und Erlebnisse hatte der Chor bei Auftritten in der Dresdner Frauenkirche, im Gewandhaus Leipzig und der Lutherkirche in Arnstadt.

Der Kulturpreis der Stadt Altenburg wird seit 1998 im Abstand von zwei Jahren für hervorragende und außerordentliche Leistungen auf dem Gebiet der Kultur für die Stadt vergeben. Preisträger waren bisher Arturo Sergi, das Altenburger Folkloreensemble, Peter Schnürpel, Medardus Höbelt, Felix Friedrich, Joachim Roth, Günter Witschurke, der Förderverein Altenburger Prinzenraub sowie Helga und Ewald Dreßler. Er ist mit 2500 Euro dotiert und soll dem Gemischten Chor auf seinem Sommerkonzert am 27. August im Festsaal des Altenburger Schlosses überreicht werden.

Von Ellen Paul

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