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Altenburg Generationenwechsel: Thüsac holt neue Busfahrer ans Lenkrad
Region Altenburg Generationenwechsel: Thüsac holt neue Busfahrer ans Lenkrad
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16:05 15.09.2018
Damit die Busse der Thüsac auch in Zukunft lückenlos rollen, muss das Unternehmen aktuell einige Nachwuchskräfte einarbeiten. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Die Nahverkehrsgesellschaft Thüsac gibt Gas, um bei der Einstellung neuer Busfahrer nicht den Anschluss zu verpassen. Zusammen mit der Agentur für Arbeit habe das Unternehmen vor wenigen Tagen mit der Schulung von Nachwuchskräften begonnen, teilt Thüsac-Geschäftsführerin Tatjana Bonert auf Anfrage mit. 13 neue Fahrer würden derzeit eingearbeitet, 7 davon besuchen im Herbst zunächst in Vollzeit eine Fahrschule in Mockern und werden danach praktisch im Betrieb ausgebildet. Andere, die bereits über Vorerfahrung verfügen, fahren zunächst im laufenden Betrieb mit, um so mehr über den Verkehrsalltag und das Streckennetz zu lernen. „Einige unserer neuen Fahrer waren vorher LKW-Fahrer. Sie kennen sich also mit der Führung großer Fahrzeuge bereits aus“, schildert Tatjana Bonert.

Fehlende Nachrücker sind ein Thema

Die Thüsac hat insofern deutlich weniger Sorgen als die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB), die aktuell wegen Fachkräftemangels eine viel genutzte Straßenbahnlinie nur noch in größeren Abständen fahren lassen können. Allerdings: Auch Tatjana Bonert kennt das Problem fehlender Nachrücker im Fahrerlager. Wird eine Stelle frei, weil jemand beispielsweise altersbedingt aus dem Berufsleben ausscheidet, dauere die Nachbesetzung auch bei der Thüsac wesentlich länger als noch vor einigen Jahren. „Auch wir sind mitten im Generationenwechsel. Aber wir versuchen das Problem mit langfristiger Planung abzufedern“, so Bonert. „Ganz so schlimm wie bei den LVB ist die Lage hier nicht. Derzeit können wir alle Schichten besetzen.“

Freundlichkeit und Ortskenntnisse sind gefragt

Zu den wichtigsten Dingen, die neue Mitarbeiter hinterm Lenkrad mitbringen sollen, zähle der Spaß am Beruf und natürlich die Freundlichkeit. „Auch Ortskenntnisse schaden nicht“, sagt die Geschäftsführerin. Wenn die Ausbildung abgeschlossen ist, steigen die neuen Fahrer in den normalen Dienst ein. Mal sehr früh am Tag und auch mal in Abendstunden unterwegs zu sein, gehört zum Berufsbild. Auch am Wochenende. Dafür arbeiten die Fahrer, die für die Thüsac sowohl in Sachsen als auch in Thüringen unterwegs sind, im Schichtdienst. Hinzu kommen Pausenzeiten zwischen den Fahrten. Entsprechende Pausenräume mit Sanitäranlagen stehen den Fahrern in Schmölln, Altenburg, Borna und Geithain zur Verfügung.

Von Pia Siemer

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