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Altenburg Gerda und Günther Haugk aus Gröba feiern ihre Eiserne Hochzeit
Region Altenburg Gerda und Günther Haugk aus Gröba feiern ihre Eiserne Hochzeit
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04:05 31.08.2017
Gerda und Günther Haugk aus Gröba feiern am Wochenende mit der Familie eiserne Hochzeit. Quelle: Jörg Reuter
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Gröba

Am 30. August 1952 war das Wetter nicht so schön wie am Mittwoch. Es war deutlich kühler, der Herbst hatte damals seine Vorboten schon ins Land gesandt, weiß Gerda Haugk noch. Für ihr Leben ein gutes Omen, denn an jenem Tag vor 65 Jahren heiratete sie ihren Mann Günther Haugk. „Die Hochzeit haben wir im Spreewald gefeiert, weil wir zu der Zeit dort gewohnt haben“, denkt sie am Tag ihrer Eisernen Hochzeit zurück und empfängt ein liebevolles und herzliches Lächeln von ihrem Gatten.

Bereits 1948 liefen sie sich in Schnauderhainichen über den Weg. Die 16-jährige Gerda hatte gerade die harte Zeit der Flucht aus Niederschlesien hinter sich. „Zuerst waren wir in der Nähe des Rheins. Aber weil mein Vater anfangs glaubte, er könne wieder heim, haben wir uns Richtung Osten aufgemacht“, erzählt die 85-Jährige, wie sie nach Schnauderhainichen kam. Und dort lernte sie den damals 18-jährigen Günther kennen. Der junge Mann aus Gröba sei ihr erster Freund gewesen und gleich der Richtige. Auch Günther wollte das hübsche Mädchen nicht wieder ziehen lassen.

Zwei Jahre später erblickte dann das erste von ihren drei Kindern das Licht der Welt. Die schweren Nachkriegsjahre war da noch nicht überwunden. Lebensmittelmarken gab es selbst noch, als sie 1952 vor den Altar traten. „Zeit für Hobbys hatten wir eigentlich nicht, aber einen Garten zur Selbstversorgung“, sagt Günther Haugk.

Denn seine Familie wurde – zurück in Schnauderhainichen – immer größer und brauchte etwas zu essen auf dem Tisch. „Außerdem hatten wir auch immer Tiere. Anfangs hatten wir nur ein Huhn. Später kamen Enten, Gänse und Schweine dazu. Inzwischen versorge ich aber nur noch acht Hühner“, so Gerda Haugk, die ein Leben lang als Feldarbeiterin in der Landwirtschaft tägig war, während ihr Mann über 45 Jahre in der Maschinenfabrik Meuselwitz als Schlosser arbeitete.

1974 kauften sie das Haus in Gröba, ein paar Schritte weg von Günther Haugks Elternhaus, in dem sie seither leben. „Ach nein, zu DDR-Zeiten ging’s uns nicht schlecht, wir hatten nichts zu beklagen“, meint Gerda Haugk. Klar, nach der Wende, als beide in Rente waren, sind sie ein wenig gereist. Doch so sehr in die Ferne ziehe es sie nicht, geben sie zu. „Außerdem kamen dann gesundheitliche Probleme bei uns dazu, dass wir auch nicht mehr so konnten“, erklärt Gerda Haugk kein bisschen unzufrieden.

Haus, Garten und Tiere sowie ihre drei Kinder, die dem Eisernen Hochzeitspaar mittlerweile drei Enkel und vier Urenkel geschenkt haben, füllen ihr Leben aus. Und sie haben sich. „Selbstverständlich gab es auch mal Meinungsverschiedenheiten, doch wir wussten immer, dass wir zusammengehören“, verrät Gerda Haugk das Geheimnis ihres langen Eheglücks.

Von Jörg Reuter

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